NEF-Fahrzeugtypen

  • Hi,


    bei den RTW in Deutschland ist es klar. Koffer oder Kasten, meistens auf Mercedes Sprinter-Basis. Bei den NEF hingegen scheiden sich die Geister. PKW, SUV, Van oder Kleinlaster (=Sprinter).


    Warum eigentlich? Warum gibt es nicht "das" NEF-Grundmodell (PKW/SUV/Van/etc.)


    Was braucht/hat/will ein z.B. NEF auf Sprinterbasis (Berlin) oder T5/Vito in SH anders als ein NEF z.B. in Bayern (Ford S-Max, Skoa Oktavia, BMW X3)??? Mal ganz abgesehen von Essen, die ansich "echte" RTW als NEF verwenden http://bos-fahrzeuge.info/eins…4/Florian_Essen_12_NEF_01

  • Warum es nicht "das" NEF Grundmodell gibt ist leicht zu erklären.
    Schau dir die Modellvielfalt im deutschen Automarkt an. Zieh die Fahrzeuge ab die sich überhaupt nicht eigenen (Smart, Corsa...) und es bleibt immer noch eine unüberschaubare Menge an grundsätzlich tauglichen Fahrzeugen. Die Auswahl wird da nur durch das Angebot der Ausbauer begrenzt.


    Beim RTW ist das nicht so. Man braucht für den RTW mindestens ein Fahrzeug der Sprinter-Klasse. Klar es gibt die Versuche in Richtung T5-Koffer aber als echter RTW untauglich da das Fahrzeug einfach nicht die Reserven hat. Also Transporter der 3,5t Klasse oder größer. Größer (Also 7,5t) entfällt dann eher aus rationalen Gründen. So ein LKW ist schlicht viel zu teuer und zu unhandlich. Man freut sich in engen Straßen dann doch wenn der RTW keine 2, 70m breite hat... (abgesehen davon passt der dann in viele Fahrzeughallen nicht mehr rein)
    Wenn man dann beim RTW den Wunschzettel großzügig ankreuzt (Automatik, viele Airbags, Leistung, Allrad...) dann bleiben derzeit eigentlich nur der Sprinter.



    Bei den NEF...wenn man die große Auswahl hat kann man ein individuell passendes Fahrzeug nehmen. Während ich in der Stadt - gerade wenn man viele NA-Praktikanten hat - etwas in Richtung T5/Vito nehmen würde, tut es auf dem Land auch ein SUV. Gerade wenn es ins Gelände geht ist man dann über die doch vorhandene Geländegängigkeit glücklich. Und von den Fahreigenschaften kommt der T5 einfach nicht mit.


    Ich denke normale PKW sind Ausläufer bei den NEF. Gegenüber den SUV haben sie fast nur noch Nachteile: stellenweise kein Allrad, schlechtere Geländeeigenschaften, schlechtere Sichtbarkeit, weniger Platz usw.
    Die Bereiche die noch darauf setzen machen es eher aus Tradition (oder weil die etwas billiger sind).

  • ... vieleicht kommt irgendwann "das" NEF-Fahrzeug,


    früher, als es weniger PKW-Modelle gab, weniger Kombis also weniger geeignete Fahrzeuge angeboten wurden
    gab es schon eher "das" NEF (zB VW Passat Variant, Mercedes T-Modell, BMW Touring)


    Heute hat jeder Hersteller immer mehr Fahrzeuge im "mitteleren" Segment, und alle eignen sich mit mehr oder weniger Abstrichen oder Trickserei als NEF, da fällt die Konzentration auf ein paar wenige Modelle, als "das" NEF, schwer.


    In ein paar Jahren vielleicht haben sich die kleinen Transporter als NEF durchgesetzt,
    in dem Segment ist das Angebot wieder geringer, mir fallen ad hoc vielleicht VW (T5), MB (Vito), Ford (Custum) ein.
    Dann wird sie der NEF-Markt auf größtenteils 1-3 Modelle konzentrieren ...


    ... und ein paar Ausreisser nach unten (PKW-Kombi) und oben (Sprinterklasse) wird es auch dann geben

    es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
    genau Einen !

  • Ich schließe mich meinen zwei Vorgängern an,


    in die Richtung RTW gibts es schlichtweg keine so große Bandbreite an Fahrzeugmodellen mit vergleichbarer Größe. Der T5 oder Vito Hochdach funktioniert in vielen Gegenden, scheidet jedoch dann aus wenn man sich hinten drinn auch noch etwas mehr bewegen möchte oder zu zweit hinten agieren möchte. Hinsichtlich der RTW kann ich mir auf Grund der momentanen Situation, dass Mercedes mit dem Sprinter schon sowas wie eine Monopolpoistion hat, in den nächsten Jahren andere Hersteller in das Segment einsteigen werden, Volvo würd ich es zutrauen.


    Und ja wie schon gesagt, bei NEF gibt es eine größere Vielfalt der zur Verfügung stehenden Fahrzeughersteller, -Modelle und -Arten. Selbst da wo es mehr oder weniger vereinheitlicht werden soll via Landesbeschaffungen, beispielsweise Bayern-NEF, ist es bei weitem nicht überall einheitlich. So fährt in Regensburg noch kein Bayern-NEF, da sind die 1 oder 2 auf Audi, und was fährt in der Stadt sonst noch als NEF? Ford C-Max, Toyota RAV4 und Suzuki Vitara.
    Ich sag mal so: wenn verschiedene Optionen zur Auswahl stehen, so werden diese den Anforderungen nach genutzt. Einerseits klar Platz, Übersichtlichkeit und Ausbaumöglichkeiten, so sind auch die äußeren Faktoren, wo das NEF fährt, ein Gesichtspunkt: Ist es allein in der Stadt unterwegs, oder eher in den Bergen, nur auf befestigten Straßen, Straßen mit aggressiven Kopfsteinpflaster, Strände, viel Schnee im Winter usw.


    Alle Fahrzeugmodelle haben ihre Vor- und Nachteile. Ein SUV zum Beispiel, ist geländegängiger, bietet evtl. mehr Platz, mehr Sicht über den Verkehr usw, aber hat vllt. auch höhere Benzinkosten. Ein unwesentlicher Faktor? Ich denke nicht, in einigen Gegenden wird es i.d.R: so gehandhabt, dass auf dem Weg vom Lande zum Krankenhaus in der nächsten Stadt, das beteiligte NEF dem RTW wegen zu hoher Treibstoffkosten nicht folgt sondern direkt wieder die Wache ansteuert und der Notarzt dann auf dem RTW sowohl zum Krankenhaus hin alsauch zurück fährt.

  • Alle Fahrzeugmodelle haben ihre Vor- und Nachteile. Ein SUV zum Beispiel, ist geländegängiger, bietet evtl. mehr Platz, mehr Sicht über den Verkehr usw, aber hat vllt. auch höhere Benzinkosten. Ein unwesentlicher Faktor? Ich denke nicht, in einigen Gegenden wird es i.d.R: so gehandhabt, dass auf dem Weg vom Lande zum Krankenhaus in der nächsten Stadt, das beteiligte NEF dem RTW wegen zu hoher Treibstoffkosten nicht folgt sondern direkt wieder die Wache ansteuert und der Notarzt dann auf dem RTW sowohl zum Krankenhaus hin alsauch zurück fährt.


    Bitte was?
    Zum Verbrauch: Im Vergleich zu nem RTW ist ein NEF sowieso die Sparsamkeit schlecht hin. Also unsere RTW fahren auf ca. 20L (Land). Das NEF braucht nichtmal die Hälfte. Und auch im Vergleich zu einem Kleinbus (T5, Vito) ist ein übliches SUV viel sparsamer. Einzig gegen Kombis muss man mit einem Mehrverbrauch rechnen.
    Euer NEF lässt den NA allein weil der Diesel zu teuer ist? Ich habe das unbestimmte Gefühl da stimmt irgendwas nicht...

  • Moin,


    wie unterschiedlich die Anspruchshaltung bei der Beschaffung eines NEF sein kann, zeigen meine beiden Arbeitgeber wohl am eindrücklichsten.


    Bude A (städtisch): ML 300 CDI / 190PS mit allem möglichen Schnickschnack
    Bude B ( ländlich :( Dacia Duster dCi 110 / 107PS


    Ergänzend muss man sagen, dass beide Betriebe unterschiedliche Systeme verkörpern. Während Bude A ein NA-System fährt, arbeitet Bude B rein paramedisch. Bei letzterer wird das Fahrzeug nur gelegentlich genutzt, um einen Anästhesiepfleger zur EST zu bringen, sollte dieser, wider erwarten, tatsächlich benötigt werden. Dennoch zeigt dieses Beispiel sehr gut wie stark Vorstellungen und Bedürfnisse voneinander abweichen können.

  • @ Fishki


    In Basel stehen am Taxistand neben E-Klasse aber auch Hyundai, Toyota, Fiat & Co. In Deutschlands RD hat das für mich immer auch nen ganz starkes Prestigegeschmäckle.
    Wenn man das recht objektiv betrachtet, kommt man aufgrund von Ersatzteilpreisen, Ausbaukosten, Unterhaltkosten und oft auch dem Anschaffungspreis nicht an einem Transporter wie T5 oder Vito vorbei. Einen Mittelklasse-SUV wie BMW X3, MB GLK, Hyundai Santa Fe laß ich mir ja noch erklären, aber bei ML, X5 und Touareg fällt mir das schwer. Aufgrund ihrer Marktpositionierung ist der kleinste Motor dieser Fahrzeuge ein Sechzylinder-Diesel - das erhöht schonmal deutlich sowohl die Sprit- wie auch die Wartungskosten gegenüber einen Transporter mit nem 160 - 180PS Vierzylinder-Diesel. Dazu kommen dann noch so Themen wie Räder und Reifen, die schmucken Alus von so nem SUV sind sehr schnell krumm gefahren und das üppige Schuhwerk ist auch nicht sonderlich preiswert. Neben diesen offensichtlichen Punkten kommt bei diesen Fahrzeuge dann noch der ganze Schnickschnack, der den Schulshuttle-Alltag von Mama und Papa angenehmer machen soll - im RD aber total unnötig ist, kaputt geht, Gewicht bedeutet und kostet.
    Klar ist das nett mit nem 200PS+ X5 durch Stadt und Land zu nageln, aber sowas sollte nicht das ausschließliche Kriterium für ein Arbeitsgerät sein.


    Und wenn jetzt wieder das Thema Fahrsicherheit aufgeführt wird, worum es bei den Transport ja so schlecht bestellt sein soll: wieso sollte ein NA samt Sekretär sicherer unterwegs sein als Träger und Fahrer in einem Sprinter? Die RTWs fressen die Kilometer im RD, da sollte man als erstes nach mehr Fahrsicherheit fordern.

  • kurvenfahrer


    Warum das NEF sicherer sein sollte als der RTW? Naja beim RTW ist eben nicht mehr möglich. Sprinter bleibt Sprinter. Beim NEF ist es drin. Wobei ich persönlich glaube die großen SUV als NEF (ML, Touareg usw.) werden vom Markt verschwinden. Vor einigen Jahren war der Markt an kleineren SUV noch sehr schwach. Da gabs den X3 und den Santa Fe aber sonst nicht viel mehr. Das hat sich geändert. Allein aus Kostengründen dürften solche Anschaffungen selten werden. Ein Mercedes ML 250CDI fängt erst bei 56.000€ an da ist der geräumigere T5 mit 184PS und Allrad immer noch erheblich billiger. Auch wenn noch einzelne Betreiber sich solche Stautssymbole halten, werden sie in den nächsten Jahren ganz verschwinden.


    Also ich sehe die klare Aufspaltung in Mittelklasse SUV (BMW X3, Audi Q5) und zu Kleinbussen (VW T5 und Vito). Der Rest wird sich nur in Nischen halten können wo eher nach irrationalen Gesichtspunkten beschafft wird.

  • In Basel stehen am Taxistand neben E-Klasse aber auch Hyundai, Toyota, Fiat & Co. In Deutschlands RD hat das für mich immer auch nen ganz starkes Prestigegeschmäckle.


    Auf das Taxigeschäft mag das zutreffen. Im RD allerdings spielt bei uns Prestige oft eine grosse Rolle. Da wird dermassen Geld bei den Fahrzeugen versenkt, dass man sich schon mal Fragen nach der Sinnhaftigkeit stellen darf.


    Um beim Thema zu bleiben...auch ich sehe Transporter in der Grösse eines T5, Vito oder Turneo im Vorteil. Sie bieten Platz, hohe Zuladung und vertragen einen ruppigen Umgang besser als filigranere PKW. Letztlich wird die Beschaffung aber immer eine Geschmacksfrage bleiben.

  • Ich komme zwar nicht aus dem Segment, aber ich mutmaße einfach mal, dass BMW, MB, (in Stuttgart glaube ich sogar Porsche) etc. ihre Fahrzeuge der gehobenen Klasse "ein wenig" günsteger an Rettungsdienstinstitutionen abgeben. Bessere Werbung kann man doch gar nicht haben. Beim normalen Menschen sugeriert ein X5 mit Blaulicht und NOTARZT drauf jawohl, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und SICHERHEIT wie es kein Werbeplakat oder TV-Spot je könnte. Durch den geringen Anschaffungspreis mindern sich zwar die laufenden Kosten nicht, aber das ist dann nur noch Zahlen hin- und herschieberei.

  • Davon kannst du ausgehen. Der gesamte RD ist für die Fahrzeughersteller mehr oder weniger ein +-0-Geschäft, welches als imagebildene Maßnahme gesehen wird - jedenfalls für die deutschen Hersteller. Für den Q5 wurden kürzlich Rabatte von 50% kolpotiert.
    Das ändert aber nichts daran, daß der Großteil der Fahrzeuge über Ausschreibungen beschafft wird, und da hat man gewisse Steuerungsmöglichkeiten - wenn man die den zu nutzen weiß bzw. sich mit dem Metier überhaupt auskennt. Was oftmals doch sehr fraglich ist. Unterhaltskosten z.B. spielen in den aktuellen Ausschreibungen häufig gar keine Rolle.

  • @Preotorian... der bleibtere Q5 hat sogar eine spürbar niedrigere Zuladung als ein Golf. Wobei es dort tatsächlich Probleme gibt.
    Wäre eben die Frage wie viel Zuladung das Auto haben muss. Sprich reichen 400kg für den Ausbau?

  • kurvenfahrer
    Naja. Der X3 hat 590kg Zuladung. Ich hatte bei der Frage schon zwei durchschnitts RD-Ler abgezogen.
    Selbst wenn wir die DIN grozügig nehmen... müsste das Personal immer noch ziemlich adipös sein um an die Grenze zu kommen. Also ich denke bei normaler Beladung sollte noch hinreichend Reserve drin sein. Wenn man regelmäßig einen Praktikanten mitschleppt sollte man sich dann aber doch nach nem T5 umschauen. Aber ich müsste überlegen wann das letzte mal eine 3. Person bei uns im NEF gesessen hat...


    Und von den Fahreigenschaften machen die meisten SUV das ganz gut mit... besser als ein T5 der bis zur Grenze beladen wird... der verhält sich schnell etwas tückisch...

  • 1. fragtest du, ob 400kg ausreichen und das tun sie nicht. Zu den max. 590kg eines X3 ist es da eine kleine Differenz. Und 2. heißt vollgeladen beim X3 2.250kg, beim T5 heißt das 3.080kg bzw. 3.200kg - auch das ist eine klitzekleine Differenz, die deinem Vergleich dem zwischen Apfel und Birne gleicht.

  • Zum Verbrauch: Im Vergleich zu nem RTW ist ein NEF sowieso die Sparsamkeit schlecht hin. Also unsere RTW fahren auf ca. 20L (Land). Das NEF braucht nichtmal die Hälfte. Und auch im Vergleich zu einem Kleinbus (T5, Vito) ist ein übliches SUV viel sparsamer. Einzig gegen Kombis muss man mit einem Mehrverbrauch rechnen.
    Euer NEF lässt den NA allein weil der Diesel zu teuer ist? Ich habe das unbestimmte Gefühl da stimmt irgendwas nicht...


    Nicht nur dir kommt es so vor alsob da was nicht richtig laufen würd. Ja das NEF fährt praktisch direkt zur Wache zurück, während der NA auf dem RTW sowohl zum KH hin alsauch zurück fährt.
    Von der Strecke her, wenn das NEF 10 mal täglich dieses KH anfährt, wären dies rund 600 km täglich zusätzlich zur Strecke zur Einsatzstelle und zurück zur Wache. Dennoch wäre ich auch eher dafür dass das NEF mitfahren sollte, schon zwecks Folgeeinsätzen, es kommt immer wieder mal vor dass die vom KH direkt zum nächsten EInsatz fahrenb müss(t)en

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