Beiträge von kurvenfahrer

    Auf das 5t-Segment bezogen:

    • VW hat sich in den letzten Jahren vor allem durch ihr nicht einheitliches Auftreten selbst geschadet
    • MAN macht da aufgrund des Service- und Vertriebsnetz mit dem identischen Auto einen wesentlich besseren Job
    • Mercedes schießt sich gerade selbst massiv ins Aus: Bis Ende 2023 ist die Produktion ausverkauft, es gibt keine Behördenrabatte, die BOS-Verkäufer werden massiv an die kurze Leine genommen und das digitale Vertriebsmodell wird gepusht - alles Dinge, mit denen du in der Branche keinen Applaus holst. Da kann auch der Service bald nicht mehr helfen, den toll ist der auch nicht mehr überall
    • Ford wird sicherlich durch die Kooperation mit VW für die nächste gemeinsame Generation Transporter/Transit Custom und Crafter/Transit aufholen, auch weil sie sich ja erklärtermaßen zu einem PRO-Lieferanten entwickeln wollen
    • IVECO kämpft mehr mit Vorurteilen als mit der Qualität des Autos oder des Service, alles was nur irgendwie ein bißchen anders ist als Stern und Co. wird nicht akzeptiert. Und dem bekannten Servicepartner um die Ecke vergibt man eher als nem neuen Unbekannten. Wenn man dazu - wie in Hamburg - auch noch Äpfel (Benz-Fahrgestell mit Luftfederung) mit Birnen (IVECO-Fahrgstell ohne Luftfederung) vergleicht, ... - naja. Der Daily ist aber derzeit das einzige brauchbare OEM-Fahrgestell mit Elektroantrieb, was Marktverfügbar ist
    • Das Teil von WAS kann man nicht wirklich ernst nehmen. Mercedes wird denen schneller den Hahn zudrehen, wenn der eSprinter als Fahrgestell kommt, als die gucken können

    Wurde die AW169 für die Rega nicht gekippt?
    Ich meine da neulich was gelesen zu haben...

    Haste Recht -> https://skynews.ch/helikopter/…ulliert-aw169-bestellung/ Hat man wohl zu viel verlangt. Mal sehen, was da jetzt passiert.

    Die Amerikaner haben es sich mit der MD-900/902 damals sehr verscherzt, weil die Ersatzteile nicht nachkamen.

    Da ja inzwischen auch fast alles da drüben unter dem Hause Boeing firmiert, habe ich das so ein wenig meine Zweifel.


    Bell gehört zu Textron, das ist dann doch ne andere Nummer als das Imperium Boeing.

    Quizfrage in die Runde: Wie lasse ich ein ca. 20 Jahre altes Einsatzfahrzeug auf privat zu, wenn ich dieses als automobilhistorisches Gefährt im originalen Zustand als Sammlerstück bewahren möchte?!


    Gibt es hier jemanden in der Runde, der vor den Prüforganisationen und Zulassungsstellen was sagen kann?


    Danke!

    Ich wünsche Bell viel Erfolg mit der 525, verdient hätten sie es. Aber ich sehe das als (politisch) fast unmöglich an, dass in Deutschland was anderes außer Airbus fliegen wird. Die AW139-Familie mit der AW189 wäre ja auch ein passendes Fluggerät, was über jeden Zweifel erhaben ist. Trotzdem steht Leonardo auf verlorenem Posten.

    Für die Luftrettung sehe ich mittel- bis langfristig eher wieder eine Flottensplitung. Die Sekundärtransporte werden immer umfassender, immer mehr Material und Personal muss und soll mitfliegen, was nicht mehr in die H145 passt bwz. passend wird. Selbst die Norm wird dieser Differrenzifierung Rechnung tragen.

    Ich würde daher wetten, dass wir zukünftig H145 in der Primär- und H160 in der Sekundärrettung sehen werden. Hält jemand dagegen?

    Die Rega macht es schon vor, in dem sie für Transfers die AW169 in einer Goldrandversion beschaffen wird.

    Ja, aber auch mehr emotionsgesteuert als sachgeleitet...

    Ja? Reden wir über die selben Anschreiben das das Bundesverkehrsministerium? Ich habe da eher wenig Emotionen heraus gelesen.


    Es geht ja darum, dass das Vorgehen des Verkehrsministerium EU-Vorgaben widerspricht und das man mit einer RKL vorne links und einer RKL hinten rechts die Forderungen in der StVZO erfüllt. Und das sollte uns ja allen klar sein, das so etwas heutzutage nicht mehr reicht.

    ... höre aber nur von den Kameraden Hass ggü. dem Fahrgestell ...


    Wenn ich sowas schon wieder lese ...
    Ich kenne aktuell kein anders Fahrgestell, was über solch einen langen Zeitraum im aktiven Dienst gehalten wurde wie das des ABC-Erkunders. Einzig die GW-SAN NRW auf Basis MB Sprinter der Generation T1N haben ein ähnliches Alter, haben aber mit Sicherheit keine nennenswerte Laufleistung unter SoSi gesehen, wie es bei den ABC-Erkundern der Fall ist.
    Und wenn du schon von Hass sprichst: Das fängt ja beim Gros der Nutzer ja schon beim Neuwagenstatus an. Wenn kein Benz, kein VW oder kein MAN auf den Hof rollt, wird die Kiste solange über Gebühr getreten bis sie Schrott ist.

    Eine Frage an die Historiker: Wieso bietet Magirus seine Teleskopmasten eigentlich nicht mehr an? Waren das Eigenentwicklungen oder zugekaufte und umgelabelte Masten?

    Wie auch schon bei den RD-Fahrzeugen finde ich es sehr belustigend, dass man auf einmal flache Balken verbauen kann. Früher, als solche Produkte von der ehemalige Firma Pintsch nicht geliefert werden konnten, wurden flache Balken regelmäßig runtergemacht und auf "made in Germany" verwiesen. Und jetzt verbaut man umgelabelte Fernosttechnik. Doll.

    1. Wie sieht es mit Krankenhaus-internen Verlegungen aus die über öffentliche Straßen außerhalb des eigentlichen Krankenhauses stattfinden? Beispiel: Neurologie des Krankenhaux X in Stadtteil A, Neurochirurgie des Krankenhaus X im Stadtteil B. Müssen solche Transporte in Zukunft immer noch über den öffentlichen RD abgewickelt werden?

    KH-intern und öffentliche Straßen schließen sich nicht aus. Der Patient bleib in Verantwortung des KH und damit "intern".


    2. Wie soll die Besatzung der V-RTW qualifiziert sein?

    Ich würde mal tippen, wie ein RTW - er heißt ja noch RTW.


    3. Soll es neben den VEFs dann noch V-RTW, ITW und ITH geben? Welcher Neurologe oder Pädiater soll denn da noch durchsteigen welches Fahrzeug nun benötigt wird? Oder wird mittlerweile (endlich) ein Arzt auf der Leitstelle eingesetzt, der alle eingehenden Verlegungen gegenprüft?

    Gute Frage ... Das Hauptproblem der Disposition wird wohl auf Dauer bestehen bleiben.
    Aber sind die VEF nicht schon wieder ausgestorben?


    4. Wie differenziert sich ein V-RTW platz- und ausstattungstechnisch von einem RTW oder einem ITW?

    Meine Vermutung ist, dass der sich nicht von einem RTW unterscheiden wird. Ggf. die ein oder andere Normschiene mehr. Ich versteh das so, dass es einfach ein zusätzlicher RTW ist, der in erster Linie für Verlegungen vorgesehen ist.


    Als leidenschaftlicher Intensiv-Verleger stelle ich hier mal eine steile These auf: Die klassischen DIN-ITW werden mittelfristig aus dem deutschen Regel-RD verschwinden Denn die Transporte die wirklich zeitkritisch und mit laufenden extrakorporalen Ersatzverfahren gemacht werden, werden geflogen. Der ganze Rest kann dann auch locker mit V-RTWs gemacht werden.

    Die These sehe ich als etwas zu steil an. 3 Punkte dazu:

    • Der Trend geht ja zu immer mehr Technik, die es erlaubt immer kritischere Patienten zu verlegen - ob das jetzt gut oder weniger gut ist, lassen wir mal außen vor. Zudem werden die Pat. immer schwerer. Dadurch schwillt die Anzahl der ITW über 7,5t an - siehe Bayern, Bundeswehr, Köln, Hamburg, Berlin, Fulda, Düsseldorf, Kassel, etc. Daraus ergibt sich auch der nächste Punkt.
    • Der gemeine deutsche ITH ist ja meist schon mit der 5. Spritzenpumpe überfordert. Intensivpflichte Patienten, die viel Therapie und maschinelle Ausstattung fordern, sehe ich als eine zu großes Herausforderung für einen Lufttransport an. Sei es angefangen bei der Unterbringung der Geräte im Hubschrauber, einen ggf. notwendigen Bodentransport von/zur Klinik und der nicht vorhandenen Kompatibilität zwischen Hubi-Trage und RD-Fahrzeug bzw. der mitzuführenden Technik, dem Gewicht des Patienten, dem auftretenden pflegerischen Aufwand oder Notmaßnahmen. Solange nicht H160 oder AW169 am deutschen Himmel erscheinen, wird das sicherlich auch so bleiben und diese Patienten mit den unter Punkt 1 genannten Fahrzeugen verlegt werden .
    • Die Anzahl an Verlegungen wird aufgrund der Spezialisierung der Kliniken steigen, sicherlich auch die der Intensivverlegungen. Das nur mit den, jetzt für Bayern erfundenen V-RTW, abzudecken, sehe ich nicht. Und um in NRW zu bleiben: die Kliniken sind so nah aufeinander, dass sicherlich in der Mehrzahl ein Flug keinen Sinn macht und das man dort bei unkritischen Pat. sicherlich den etwas zeitaufwendigeren aber weniger Ressourcenfressenden Bodentransport mittels ITW wählt und das knappe Gut ITH/RTH geschont wird.

    Ich glaube das tun wir. :-(Oder wir haben andere mentale Modelle.


    Gerade im Krankentransport in grossen Städten (ER, N, M, R, Wü, etc) existiert ein relevant grosser Anteil der KTW nur weil sie Fahrten fahren die auf die Kliniken als Kostenträger abgerechnet werden (bzw ein Grossteil des Einsatzaufkommens Fahrten sind die auf die KH abgerechnet werden).
    Wenn diese Fahrten nicht mehr bei der ILS auflaufen sondern bei §KTP-Leitstelle-des-KH dann sind die KTW nicht mehr ausgelastet und die Vorhaltung wird kleiner (gemacht) werden mangels Bedarf in der örV. Und diese örV-KTW/RTW stehen dann natürlich auch nicht mehr für Nicht-auf-KH-abgerechnete-Patienten zur Verfügung.


    Wir sprachen ja von RTW und der Pulsoxy-Verlegung. Ein KTW ist für mich ein Fahrzeug für Sekundärtransporte und kein Behelfs-RTW. Wenn der Bedarf nicht mehr da ist, gehören KTW reduziert. KTWs sind aber nicht dafür da, eine mangelhafte RTW-Dichte zu kompensieren. Und dieser vielerorts auftretende Mangel an RTW bzw. die dem zu Grunde liegenden Probleme im deutschen RD sind aus meiner Sicht strukturell:


    1. Uneinheitliche und teils viel zu großzügige Hilfsfristen
    2. Veraltete Bedarfspläne
    3. Mangelhafte Disponierung
    4. Uneinheitliche Entgelte


    Macht man sich in diesen vier Punkten mal ehrlich, würden die von dir genannten Probleme verschwinden. Und zum Ehrlichmachen gehört auch, was ich bereits oben geschrieben habe: Der öffentliche RD ist nicht in der Lage, die Bedürfnisse eines großen Klinikbetriebs markt- und dienstleistungsgerecht zu bedienen. Und nichts anderes ist KTP, eine Dienstleistung am Patienten und Kunden. Dieser will/soll medizinische adäquat, komfortabel und schnellstmöglich von A nach B gebracht werden - die Omi, die zur Fachklinik muss, braucht kein Gott-in-Weiß-Gehabe sondern ein paar warme Worte, ein offenes Auge für die Pat.-Situation und flinkes Personal. Drum sollen sich Kliniken, etc. eigenverantwortlich unter Wahrung der Gesetzeslage um ihre Transporte kümmern.


    Und jetzt tuen wir bitte nicht so, dass in ganz Deutschland nur Liegewagen mit O2 unterwegs sind. In der absoluten Mehrzahl sind die RD-Fahrzeuge so ausgestattet, wie es in der Norm vorgesehen ist - das gilt für Unternehmen wie für HiOrgs. Und selbst in Berlin tut sich ja einiges, aber das kann Timbo sicherlich besser beschreiben.

    Joa, im Gegenzug aber Typen im Internet auch nicht...
    Und du erwähnst genau die wichtigen Punkte: Verfügbarkeit für die ILS im Ausnahmefall. Und genau das kann zum Problem werden, wenn auf der Autobahn Patienten rumliegen aber der Klinik RTW weiter Pulsoxy-Rückverlegungen ausm Aufwachraum fährt (um mal ein überplastisches Extrembeispiel zu nennen... Der Punkt wird glaube ich klar, oder?)
    Und ich gehe eher weniger von apparativen als von personellen Abweichungen aus. Als Qualifikation und Bezahlung.
    Und Werks-RD/FW werden aus einer völlig anderen Motivation heraus errichtet und sind damit kein Argumentationspunkt.


    Aber zurück zum Thema: Die Schaffung dieser Möglichkeit wird sicher spannend in der Realität. Gerade die Uniklinik München, Würzburg, Erlangen oder das Klinikum Nürnberg werden da vmtl davon Gebrauch machen (mehrere Standorte, bisher RD-Pflichtig, viele Patienten).

    Den Witz hast du wohl nicht so verstanden. Egal ;)


    Ne, der Punkt wird nicht klar. Ich glaube, dass du meinst, das die "Klinikfahrzeuge" zu Lasten des Bedarfsplan gehen. Und das ist eben nicht so. Du hast mehr Fahrzeuge! Der Bedarfsplan wird ja nicht kleiner geschrieben, nur weil ein paar nicht-öffentliche Rettungsmittel über ein Klinikgelände hoppeln.
    Dann fährt eben kein öffentlicher RTW mehr die Pulsoxy-Verlegung klinikintern sondern wartet brav auf die Pat., die sich auf der Autobahn zum Nickerchen betten. Und wenns dann mal richtig knallt, hast du immer noch die Rückgriffmöglichkeit auf die nicht-öffentlichen Rettungsmittel.


    Aber korrigier mich bitte, wenn wir aneinander vorbeireden.

    Nicht unbedingt leider...
    Für das Pilotprojekt in Straubing hatten se ne ganz absurde Lösung mit Zwischensteck-Boxen am LP15 für den Tele-NA.


    Mit nem aktuellen C3 oder C3Touch plus Smartphone mit der Corpuls Mission Software wäre der Tele-NA natürlich um Zehnerpotenzen einfacher zu realisieren als mit dem Aufwand der beim Pilotprojekt betrieben wurde.


    Eben, es ist gebastelt. Der LP15 kann keine Livedaten.


    Nur weil das andere Bundesländer machen ist das weder "heute" also modern noch zwingend sinnvoll...
    Das von dir Genannte ist natürlich für die Klinik unbestreitbarer Vorteil. Was aber hald noch lange nicht heisst dass sowas nicht auch mal Nachteile hat. Was nicht durch die ILS geführte KTW für einsatztaktische Nachteile haben sieht man an vielen Orten. Ganz davon ab dass die KLiniken da bei Qualifikation und Gehalt nach unten abweichen können...


    Stimmt, ich vergass. Das, was modern, richtig und beliebt ist, entscheidet ja der Prinz im Franz-Josef-Strauß-Ring 1 in München ... :D


    Spaß beiseite. Wenn ich einen korrekten Bedarfsplan habe, sind "externe" Rettungsmittel natürlich herzlich gern genommen, aber im Grunde uninteressant. Solche Regelungen sind aus meiner Sicht einzig dafür da, den öffentlichen RD für seinen eigentlichen Zweck zu nutzen und eben die ILS rauszunehmen. Eine RD-Leitstelle bekommt es halt nicht hin, sich auf einen Klinikablauf einzustellen und diesen zu optimieren - zeitlich und finanziell. Die dafür notwenigen Rettungsmittel sollen exklusiv für das Haus vorgehalten werden und für nichts anderes. Und das klappt auch. In meiner Heimatstadt gibt es 3 Unternehmer und 4 HiOrgs, die außerhalb der BOS den KTP stemmen. Das funktioniert problemlos, auch wenn Großschadenslagen anklopfen. Einer von den Unternehmern fährt seit nun mehr über 15 Jahren exklusiv für das UK mit 4 KTW, 3 RTW und 2 - 3 BTW eben weil es mit dem öffentlichen RD in der Vergangenheit nie funktionierte. Das selbe gilt für Werkrettungsdienste, etc.
    Und wenn die Kliniken, Werk-RDs, etc. meinen, vom Standard nach unten abzuweichen, ist das deren Problem. Die müssen den Patienten die notwendige Sicherheit garantieren. Aber da mache ich mir wenig Sorgen, da es in Deutschland viel zu viel Angst vor Klagen gibt - siehe STK bei den Medizinprodukten. Macht hier in D jeder, im europäischen oder außereuropäischen Ausland fast keiner.