Durchsagen an die Bevölkerung zu Werbezwecken erlaubt?

  • Gerade fährt das DRK hier durch die Straßen und macht mit ihren Fahrzeugen Lautsprecherdurchsagen in dem sie auf den nächsten Blutspendetermin im Dorfgemeinschaftshaus hinweisen.
    Da stelle ich mir die Frage ob das erlaubt/berechtigt ist in Eigensache Werbung zu machen. Ich dachte immer die Lautsprecher aus den Autos seien dazu da die Bevölkerung z.B. in den Katastrophenlagen vor etwas zu warnen und nicht die Umgebung mit Werbung zu nerven.


    Also: Darf man das?

  • Hi,




    Also: Darf man das?


    Warum nicht? Wenn es ein Kat-S-Fahrzeug ist, steht es i.d.R. den HiOrG auch zur eigenen Benutzung zur Verfügung, ggf. kann es dafür auch extra "ausgeliehen" werden. Was die Durchsagen betrifft (=Lärm) muss vermutlich von der zuständigen Behörde/Gemeinde eine Genehmigung vorliegen.


    Un dder Inhalt der Durchsagen ("Werbung" in eigener Sache) - Blutspenden sind nicht nur ein Geschäft für den Spendensammler, sondern auch lebensnotwendig. Warum sollte man nicht damit "werben", mit einer solchen Blutspende Leben zu retten? (und wahrscheinlich sind solche Durchsagen auch billiger wie Zeitungsanzeigen, Plakate etc., d.h. von einem möglichen Erlös bleibt mehr übrig für andere, HiOrg-übliche Zwecke)

  • Mal abgesehen von der reinen Erleubnis (danke für die Erläuterungen) finde ich es immer noch reichlich unpassend. Auch wenn Blutspenden ohne Zweifel eine tolle Sache ist - muss denn so Werbung dafür gemacht werden? Ich sehe das als sehr kritisch an. Mal abgesehen davon, dass es nervig, ist war ich sofort sehr aufmerksam. Denn bei einer Durchsage an die Bevölkerung kann es sich um eine wichtige Benachrichtigung handeln (dafür sind die Anlagen auch da) - wenn dann aber nur Werbung kommt ist der Frust groß. Wenn die das in Zukunft bei jeder anstehenden Blutspende machen... wer hört dann noch solchen Durchsagen zu? Denn wir hatten hier noch nie nen Zirkus mit Durchsagen und ich dachte wirklich es könne etwas wichtiges sein.


  • Richtig. Und genau deshalb braucht's die Ausnahmegenehmigung, die durchaus (noch) erteilt wird.


    wer hört dann noch solchen Durchsagen zu?


    Die Frage ist, wer hört überhaupt zu ... :)
    Du kannst in dem Fall nicht von dir (und deiner Sensibilisierung im und für's Blaulichtmilieu) auf den Rest der Bevölkerung schließen ...


    Frag' mal bei Einheiten nach, die von jetzt auf gleich Evakuierungen machen mussten.
    Auf Lautsprecherdurchsagen reagieren nur Wenige, du musst schon von Wohnungstür zu Wohnungtür laufen und jeden Einzeln ansprechen ...

  • Die Frage ist, wer hört überhaupt zu ...
    Du kannst in dem Fall nicht von dir (und deiner Sensibilisierung im und für's Blaulichtmilieu) auf den Rest der Bevölkerung schließen ...


    Frag' mal bei Einheiten nach, die von jetzt auf gleich Evakuierungen machen mussten.
    Auf Lautsprecherdurchsagen reagieren nur Wenige, du musst schon von Wohnungstür zu Wohnungtür laufen und jeden Einzeln ansprechen ...



    och, ich denke dass es schon jeder hört.
    Lautsprecherdurchsagen sind echt selten geworden.
    Und wenn mal eine kommt, dann hat es meisst einen unangenehmen Charakter, darum hört man hin.


    Dass man der Ansage, zB sofort seine Wohnung zu verlassen, nicht freiwillig und unmittelbar Folge leistet, bedeutet nicht, dass man es nicht gehört hat :)

    es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
    genau Einen !

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