KatS Schleswig Holstein

  • Sind das dann individuelle GW Sans oder angelehnt an die GW San Bund oder landesweiten Regelungen.


    Wie ist den die Verquickung Kommune/Kreis/Land?


    Gibt es oder ist es geplant überörtliche Gefahrenkonzepte (damit) aufzubauen?

  • Tja ...


    das Problem liegt eher darin, dass das Land Schleswig-Holstein lange nichts oder nur sehr
    wenig in den Katastrophenschutz investiert hat. Da sind dann schon immer die Kreise oder
    Städte eingesprungen.





    Da das KatS-Konzept des Bundes ja auch eine Beteiligung der Bundesländer vorsieht, wird
    hier entweder dem Land Schleswig-Holstein vorgegriffen, oder aber die GMSH schreibt für
    das Land Schleswig-Holstein aus (auch wenn die Ausschreibung etwas anderes aussagt).
    Lassen wir uns mal überraschen, ob die Beschaffung sinnvoll durchdacht (wie in NRW) oder
    aber chaotisch vom Endergebnis (wie in Hessen) wird.


    Ich würde mich freuen, wenn man sich da etwas an bereits bestehenden Konzepten orien-
    tieren würde und nicht wieder versucht, das Rad neu zu erfinden. Noch bin ich guter Dinge.


    Viele Grüße
    Tobias

  • Hallo,


    also das Land Schleswig Holstein lange nichts oder nur sehr wenig in den Kats investiert hat, kann ich so nicht stehen lassen. Im Mai wurden ja bekanntlich im GAZ bei uns in Neumünster über 30 Kfz übergeben. Von diesen war ein Teil vom Bund und ein Teil vom Land. Die Kommunen und Gemeinden melden beim Land an, was sie für den Kats beschaffen wollen. Neumünster sagt z.B. das ein Lkw für die Logistik Gruppe beschafft werden soll. Dann werden Gelder beim Land beantragt. Wenn ein Kfz z.B. 100.000 Euro kostet, übernimmt die Gemeinde/Kommune einen Teil des Anschaffungspreises und den anderen Teil übernimmt das Land. Wie der Verteilungsschlüssel ist, kann ich aber nicht sagen. Wenn eine Gemeinde natürlich nichts anmeldet, kriegt sie auch nichts. Wir in Neumünster haben die letzten 10 Jahre immer Fahrzeuge bekommen. Davor gab es mal eine Zeit, da sah es etwas mau aus. Das war als der ganze Kats im Umbruch war.


    Gruß


    Joe

  • also das Land Schleswig Holstein lange nichts oder nur sehr wenig in den Kats investiert hat, kann ich so nicht stehen lassen.


    Na ja ...


    nehmen wir doch einfach mal NRW und die Zeit ab etwa 2005 als Vergleich zu Schleswig-Holstein,
    dann sieht das ganze schon deutlich anders aus.


    NRW hat in dieser Zeit beispielsweise 150 GW-San beschafft, diverse Anhänger Betreuung und
    Technik, zusätzlich noch MTW für die Betreuungskomponenten und jetzt aktuell noch ein paar
    Notfall-KTW.
    Selbst wenn man das auf die entsprechende Kreisanzahl in Schleswig-Holstein reduziert, sieht
    es da doch recht mau aus ...


    Und auch jetzt stellt sich mir die Frage, warum diese Ausschreibung von den Kreisen ausgeht
    und nicht durch das Innenministerium durchgeführt, und dann vorallem auch für alle Kreise
    und kreisfreien Städte. Schleswig-Holstein ist leider meilenweit von einem landeseinheitlichen
    KatS entfernt, und diese Ausschreibung wird das grundsätzliche Problem vermutlich auch
    nicht verbessern.


    Man hat hier eine Chance, die man leider nicht so genutzt hat, wie man sie auch hätte nutzen
    können, mich würde mal interessieren, wo die Ursache dafür liegt (und ich habe da meine
    Vermutung ...).


    Viele Grüße
    Tobias

  • Na wenigstens machen die in Schleswig-Holstein etwas für den Katastrophenschutz. Bei uns ins Sachsen-Anhalt wird ja nicht mal so etwas gemacht. Hier verlässt man sich voll auf das was der BUND stellt bzw. was die Hiorg´s selber kaufen. :thumbdown:

    :anstoss: Wer anderen eine Bratwurst brät hat ein Bratwurstbratgerät. :anstoss:

  • Hallo Leute,
    die Ausschreibung ist an dem Modell des Bundes orientiert. Es gab und gibt eine AG mit Mitarbeitern aus allen Kreisen die sich auf das jetzt ausgeschriebene Modell geeinigt haben.
    Es wird ähnlich dem GW-San BW aussehen, allerdings statt Seitenklappen wohl mit Rolladen. Mal sehen was da kommt. :up:

  • Hallo Mitleser,


    um mal wieder Leben in die Diskussion zu bringen: Der Ausliefertermin für die "GW-Sanität" (Modell Schleswig-Holstein) steht fest. Am 20.7. werden die ersten 8 Fahrzeuge an die Kreise übergeben. :pleased: Nach den bisherigen Informationen über die Fahrzeuge kann man diese als "gelungen" bezeichnen. Ein Foto wird zeitnah zum Ausliefertermin folgen.


    Gruß


    Torsten

  • Zulässiges Ges-Gewicht: 8,8t

    Das muss man nun wirklich nicht verstehen, oder? Und wer kümmert sich dann um die
    Ausbildung der entsprechenden Fahrer oder sind das Einsatzfahrzeuge, die nur in der
    Halle genutzt werden dürfen?


    :-aua

  • Zitat von »desastermaster« Zulässiges Ges-Gewicht: 8,8t Das muss man nun wirklich nicht verstehen, oder? Und wer kümmert sich dann um die
    Ausbildung der entsprechenden Fahrer oder sind das Einsatzfahrzeuge, die nur in der Halle genutzt werden dürfen?


    Wie halten es den die Kollegen von der Brandbekämpfung mit Ihren Fahrzeugen? Tragen die Ihre Ausstattung zu Fuß? Oder fahren die auch nur im Hallenbereich? In unserer Einheit verfügen 6 Helfer über einen notwendigen Führerschein um solch ein Einsatzfahrzeug auch ausserhalb unseres Geländes im Straßenverkehr bewegen zu dürfen.


    Aber im Ernst: Nach meinen Infos ( und dem Geldbeutel des Landes) ist es auch nicht vorgesehen jede San-Gruppe mit so einem Fahrzeug auszurüsten. Die meisten Kreise in S-H nehmen eh nur 1 Exemplar des GW-Sanität. (Ausnahme Kreis Ostholstein mit 3).Somit dürfte der Aufwand für die Fahrerausbildung überschaubar bleiben. Und auch wenn das Fahrzeug nur 7,49t hätte würde ich nicht jeden Helfer damit fahren lassen.


    Gruß


    Torsten

  • Wie halten es den die Kollegen von der Brandbekämpfung mit Ihren Fahrzeugen? Tragen die Ihre Ausstattung zu Fuß? Oder fahren die auch nur im Hallenbereich?

    Na ja ... ich weiß von diversen kommunalen Feuerwehren, dass sie die Kollegen den ent-
    sprechenden Führerschein bezahlen. Allerdings ist da auch ganz klar, wer für die Sicher-
    stellung der Einsatzbereitschaft verantwortlich ist.


    Bei Einsatzfahrzeugen der SEG und/oder des KatS ist das leider nut auf dem Papier klar,
    denn aus meinen alten Kreisen weiß ich, dass die nicht einen Cent in einen Führerschein
    investiert hätten und haben.


    Und dass es auch genügend Beispiele von GW-San gibt, die zumindest mit dem alten 3er
    oder dem Feuerwehrführerschein gefahren werden können, sollte auch den Beschaffern
    klar sein.


    Was hilft ein Fahrzeug, dass nur von sehr wenigen Fahrern gefahren werden darf? Sind
    die alle immer für den Einsatzfall greifbar?


    In meinen Augen eine Fehlentscheidung bezüglich des Fahrzeug-Gewichtes, den Rest
    kann ich aktuell noch nicht beurteilen ...

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