Neues aus der Region Hannover

  • In Hannover soll gestern ein neuer CBRN Erkunder aus der "Übergangsserie" eingetroffen sein, als Ersatz für den 7-71-10.

    ... yepp der übliche IVECO, den das BBK für einen Teil der ausgesonderten 'Erkunder' beschaffte. Der Innenausbau bzw. Umbau wurde auf der FRW5 durchgeführt, wobei das meiste an Regalen, Messeinschub und Gerät vom alten Erkunder übernommen wurde. Neu ist, so wie ich das gesehen habe, nur das Regal im Laderaum rechts.

  • ... heute (29.12.2023) kommt der neue Lage- und Führungskraftwagen der TEL Hannover in die Region (MAN 3achsig mit beidseitig ausfahrbarem Stabsraum).

    ... auf der Blaulichtmeile 2024 in Hannover (02.06.2024), werden auch die beiden neuen Fahrzeuge der Technischen Einsatzleitung Hannover (TEL Region) dann erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Geplant ist der Aufbau auf dem Ernst August Platz (Bahnhofsvorplatz).


  • Auf Ihrer Instagramseite hat die FW Laatzen zwei kleine Teilbilder von zwei neuen Fahrzeugen gepostet. Zum einen sieht es nach einem Kdow/ELW1 auf VW T6.1 aus sowie einem e-Vito als MTW. Die Fahrzeuge sollen vermutlich Anfang Mai dann wohl am Standort sein.

  • Bild 1 mit einer Hinterachse, Bild 2 mit 2 Hinterachsen? Wie ist das möglich?

    ... das ist ein Aprilscherz gewesen.



    Nein :) Es sind zwei verschiedene Fahrzeuge:

    2-Achser: Fernmeldezentrale

    3-Achser: Lage- und Führungskraftwagen (LaFü) mit beidseitig ausfahrbarem Stabsraum

    es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
    genau Einen !

  • ... Auf der einen Seite zwei und auf der anderen Seite drei Achsen wäre ja mal ein spannendes Konzept ;)


    Aber der Dreiachser ist schon ziemlich anders von der Technik her, als alles was man bisher gesehen hat - ich würde sagen 'Schwermaschinenbau' im Vergleich zu dem was es sonst so an ausfahr- oder ausklappbaren Führungsräumen gibt. Richtig 'fette' Rahmenträger und nichts von wegen Belastungsgrenzen auf den Ausschüben von 4 - 5 Personen. Der Konstrukteur soll wohl gesagt haben ' Belastung durch Personen habe ich jetzt im Detail nicht berechnet, aber 30 Personen werden sie da sicher auf einen Auschub drauf stellen können ;-). Das ganze Führungsraumsystem ist automatisiert / selbstnivilierend und der Aufbau soll mit einer Person incl. der Masten und Stromerzeuger 8 Minuten dauern. Da braucht die Fernmeldezentrale (hier ist die Abstützung noch manuell) länger. Allerdings kann man in den Aufbau im eingeschobenen Zustand auch überhaupt gar nicht rein. Die Seitenwand die man Oben(unteres Bild) sieht ist nicht die Aussenwand des Ausschubes sondern das Dach eines Teils des anzubauenden Besprechungszeltes (28 oder 58 m²).


    Die eigentlichen Außen-Seitenwand dahinter, besteht zu über 50% aus 5 Monitoren zur Abbildung des digitalen Teils der Lagekarte (gespiegelt). Gleiche 5 Monitore sind dann auch noch mal in der Fernmeldezentrale und um zugeordneten LaFü-Anhänger (wie THW 1. Genration) gespiegelt. Die Hauptpagekarte auf der in Fahrtrichtung rechten Innenwand besteht aus den 5 Monitoren (digital) und 4, über die gesamte Breite verschiebbaren, Tafeln (analog), von denen 2/3 auch bei Einsatz aller Monitore zu sehen sind. sowie einem kleinen fixen Magnettafelteil zum 'Parken' von Magneten ;-). Das alles ist nur für den S2 (Lage) Bereich vorgesehen. Die Sachgebiete S1 und S4 haben ihre Lagegarten auf den gegenüberliegenden Aufbauseite (in Fahrtrichtung links). Auch diese Aufbauwand ist komplett als Magnettafel ausgeführt und umfass die gesamte Länge des Ausschubs bis auf den Bereich des Sichter-Arbeitsplatzes, wo die Durchreiche zur Fernmeldezentrale eingebaut ist. Diese sieht man auch in eingeschobenen Zustand des Stabsraumes als Fenster auf der linken Fahrzeugseite des Lage- und Führungskraftwagens. Für den 'Tageslichtfetischisten' gibts im Dach des linken Ausschubes große Dachflächenfenster. der rechte Ausschub ist oben geschlossen. Die Durchreiche des Sichters befiindet sich im aufgebauten Zustand gegenüber des breiteren Fensters auf der linken Seite der Fernmeldezentrale (oberes Bild). Das beduetet, die beiden Fahrzeuge stehen dann, wie die Busse vorher auch, in entgegengesetzter Fahrtrichtung auf den Fahrerseiten versetzt aneinander. Im unteren Bild sieht man ja ganz links noch die Front der dahinter stehenden Fernmeldezentrale (insofern hätte man schon, ohne den Text zu lesen, auf 2 Fahrzeuge kommen können).

    Aber der Lage- und Führungskraftwagen ist echt 'massiv' - anders als alles was ich bisher gesehen habe - da sind drei Achsen schon angemessen ;-). Wie Weihnachten (Hochwassereinsatz) hier schon mal beschrieben, hat Iturri als Gesamtauftragnehmer den Aufbau für den ausfahrbaren Führungsraum dazu gekauft (weil die bisher angeboetenen Versionen den Anforderungen aus dem Lastenheft nicht genügteen) - der Aufbau soll wohl von einer Unternehmung kommen, die sonst Bergbaumaschinen baut ;-). Ich möchte im Moment hier nicht zu viele Bilder und Infos posten, weil es sicher demnächst noch ein paar ausführliche Artikel in den üblichen 'Fachzeitschriften' geben soll.


    So wie ich das neue Fahrzeug-System bisher kennengelernt habe, macht das sicher 'Lust auf mehr' - und wir haben bisher noch gar nicht alle Möglichkeiten / Varianten durchgedacht, die jetzt (nicht nur platzmäßig sondern auch wegen neuer IT- und Kommunikations-Technik) möglich werden. im Gegensatz zu den beiden vorherigen 2-Bus-Varianten (erst Mercedes, dann MAN), kommt man mit dieser Fahrzeuggeneration noch mal in ganz neue Dimensionen. Der ausfahrbare Lage- und Führungsraum hat dabei gar nicht mal zahhlenmäßig so viel Mehr Arbeitsplätze als der Bus der vorherigen Generation (3 feste Funktionsarbeitsplätze für Unterstützungspersonal und 12 Arbeitsplätze für Stabspersonal sowie 4 zeitweise zu besetzende Behelfsarbeitsplätze) aber im Gegensatz zum länglichen Führungsraum im Bus können alle Stabsmitglieder viel besser auf die Lagekarten sehen und miteinander kommunizieren. Für mehr (ausgelagerte) Stabs-Arbeitsplätze einzelner Sachgebiete ist im Vollausbau dann noch ein FüLa-Anhänger eingeplant. Lagebesprechungen mit den Unterstellten Abschnitten sollen zukünftig nicht mehr im Stabsraum sondern im medial sehr gut angebundenen Vorzelt stattfinden. Das Zelt kann in zwei unterschiedlichen Größen errichtet werden.


    Der LaFü-Anhänger ist, unabhängig von der Ausstattgung der FGr/FZ FK des THW OV Lehrte, existent ;-). Die beiden neuen Fahrzeuge waren übrigens u.a. auch nur in dieser From möglich, weil die Region Hannover gleichzeitig für neue Unterstellmöglichkeiten gesorgt hat. In die alten THW Garagen, wo u.a. die Busse der TEL standen, wäre ein solches Fahrzeugkonzept (begehbare Koffer) aufgrund der Aufbauhöhe nicht unterzustellen gewesen. Die neue Fahrzeughalle umfasst jetzt 5 gleich hohe und tiefe Boxen, so das auch der MatKW, der FmKW und der FüKW sowie derzeit drei Anhänger (IT-Technik-Anhänger, Stromerzeuger-Anhänger, LaFü-Anhänger), vormals dezentral gelagert, zusammen untergestellt werden können. Der Aufbau / Ausschub des Lage- und Führungskraftwagens ist auch in der neuen Halle möglich.

  • Hier das Video, was bei der Blaulichtmeile 2024 am Stand der Technischen Einsatzleitung Hannover lief (Link zu youtube):

    Vorstellung der neuen Fahrzeuge ...

    beeindruckende Fahrzeuge habt Ihr da bekommen. Neufahrzeuge werden ja von Bedenkenträgern oft medienwirksam über den grünen Klee gelobt während die Praktiker nur die Köpfe schütteln können. Aber mit diesen Fahrzeugen sind wohl wirklich alle zufrieden, was ? Glückwunsch !

    es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
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  • Neufahrzeuge dieser Größenordnung - für eine "Regieeinheit" - ist natürlich etwas besonderes. Letztendlich ist es aber auch so, dass die beiden jetzt übergebenen Fahrzeuge erst das 3. und 4. Neufahrzeug in der über vierzigjährigen Geschichte der TEL Hannover sind (in Bezug auf Lage/ Führung und Kommunilationszentrale sogar die ersten Neufahrzeuge). Alle anderen Fahrzeuge wurden aus den Hilfsorganisationen (Feuerehr und THW) übernommen oder unter Verwendung von gebrauchten Fahrzeugen aufgebaut. Die Bereitschaft in Politik und Verwaltung in dieser Größenordnung in einem eher 'uncoolen' Nieschenbereich zu investieren, ist auch bei uns in der Region Hannover etwas Besonderes. Sicher haben die hohe EInsatzbereitschaft, nicht nur bei den Hochwasserkatastrophen sondern vor allem auch bei der Flüchtlingskrise 2015 (Drehkreuz Niedersachsen) und im Rahmen von Corona (Behelfskrankenhaus, Impfstofflager und zentrales Impfzentrum), wo die TEL Hannover über Wochen und Monate federführend mitgewirkt hat, den Ausschlag gegeben in der nächsten Generation mal etwas 'neu' aufzubauen und nicht 'gebraucht' umzubauen.


    Eine Projektdauer von über vier Jahren und ein Investitionsvolumen von rund 1,9 mio EUR sind natürlich kein Pappenstil. Seitens der TEL gab es eine ehrenamtlich besetzt Projektgruppe, die umfänglich beschrieben hat was man sich vorstellte. Andererseits wurde zwar sehr detailliert aber vom Gesamtsystem ergebnisoffen ausgeschrieben. Aber gerade wegen der seitens der Spezialisten fachlich qualifiziert beschriebenen Details und gewisser Anforderungen an Ausdehnung und Funktionalität war es nicht zu jeder Zeit klar, ob der Auftrag überhaupt vergeben werden konnte bzw. eine Unternehmung willens war, auf die Auschreibung ein Gebot abzugeben. Die Umsetzung war auch deshalb möglich, weil gewisse Abstriche zugestanden wurden und vor allem in Bezug auf IuK Technologieen seitens der ehrenamtlichen Anwender im Endausbau umfänglich unterstützt wurde. Viele Details sind erst dadurch zufriedenstellend umsetzbar gewesen.

    Vom ersten EIndruck her (die Fahrzeuge sind ja erst vor weniger als einem halben Jahr übergeben), sind die meisten Dinge so umgesetzbar gewesen wie man sie sich in den ersten Visionen vorgestellt hat. Insbesondere der zweckmäßigere Arbeitsplatz im Stabsbereich und die hybride (digitale wie analoge) Lagedarstellung für den S2 sowie S1/S4 überzeugen bisher sehr. Auch vom Aufbau der Führungsstelle scheint der Aufwand überschaubarer. Inwiefern sich im EInsatz bzw. bei realer Belastung bei Großschadenlagen sehr grosse Unterschieden zu den '2-Bus-Systemen' herausstellen, wird sich sicher erst noch zeigen müssen. Mehr Technik wird vermutlich irgend wann auch eine größere Anfälligkeit mit sich brigen. Aber im Moment sind wir erst einmal zurfrieden, dass dieses Langzeitprojekt einen guten Abschuß gefunden hat. Der Dank gilt dabei vor allem jenen in der Projektgruppe, die sich ehrenamtlich immer wieder aufgerafft und nicht entmutigen lassen haben sowie der Unterstützung aus der Verwaltung.

    Die offizielle Übergabe von Fahrzeughallen und Großgerät durch den Regionspräsidenten soll am kommenden Samstag in Lehrte erfolgen.

  • Klingt zufrieden, schön wenn man gestalten kann und es sich auszahlt.

    1.9mio sind heutzutage (leider) wirklich kein Geld Mehr, sollte das wirklich die gesamte Investition gewesen sein: Chapeau.

  • Auf Ihrer Instagramseite hat die FW Laatzen zwei kleine Teilbilder von zwei neuen Fahrzeugen gepostet. Zum einen sieht es nach einem Kdow/ELW1 auf VW T6.1 aus sowie einem e-Vito als MTW. Die Fahrzeuge sollen vermutlich Anfang Mai dann wohl am Standort sein.

     


    Der eVito als neuer MTW ist da und hat auch ,laut einer Instagram Story der FW Laatzen, den ersten Einsatz am ersten Tag gehabt. Dort finden sich auch einige Bilder. Auf einem dieser Bilder ist auch etwas vom T6 , Beifahrerseite,zusehen.

    Kennzeichen H-L 3217 und FRN 23-17-1

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