Beiträge von boia

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass keine 9 HLF n.B. beschafft wurden sondern nur sieben. In der ursprünglichen Ausschreibung war nur eine Option auf bis zu 9 Fahrzeuge genannt.


    Das unbeklebte Fahrzeug geht wahrscheinlich nach Nettelnburg, da bei den drei anderen Wehren ein Neubau im Raum steht. Vermutlich werden diese Wehren auf ein Fahrzeug in normaler Höhe bis zum Neubau warten müssen...

    Werden denn überhaupt 9 n.B. HLF beschafft? In der Ausschreibung geht es doch nur um die Option bis zu 9 Fahrzeuge zu beschaffen? Oder liege ich da jetzt falsch?

    Auch hier hilft wieder ein Blick in das Feuerwehrgesetz:


    Was das Personal angeht (§ 19):


    ...Sie müssen neben der erforderlichen fachlichen Qualifikation über nachweisbare Kenntnisse der Örtlichkeiten, der Produktions- und Betriebsabläufe und deren sachgerechte Steuerung, der brandschutztechnischen Einrichtungen, der Gefahrenschwerpunkte des Betriebes oder der Einrichtungen, der Wechselwirkungen des Gefahrenpotentials des Betriebes oder der Einrichtung mit den Gefahrenpotentialen benachbarter Betriebe oder Einrichtungen sowie Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr verfügen...


    Das Thema der Stilllegung des Betriebes ist natürlich ein sehr heißes Eisen. Gerade in Anbetracht der wirtschaftlichen Konsequenzen für ein großes Industrieunternehmen. Eine Stilllegung, aufgrund einer Personalanforderung der Feuerwehr, für einen Einsatz außerhalb halte ich für ausgeschlossen. Da würde sich die Feuerwehr, als für die Werkfeuerwehr zuständige Behörde, in kein gutes Licht rücken. Zumal dann wahrscheinlich auch finanzielle Ersatzforderungen laut werden würden.


    Der einzige denkbare Fall ist meines Erachtens der massive Wegfall von Personal durch Krankheit oder Ähnlichem. Im Sinne der guten Zusammenarbeit zwischen WF und Behörde wird aber wahrscheinlich schnell eine für alle tragbare Lösung gefunden werden.

    Die Antwort dazu steht im § 21 Feuerwehrgesetz:


    Sinngemäß: Ein Einsatz der WF außerhalb ist nur möglich, wenn der betriebliche Brandschutz gesichert ist.

    Richtig. Es soll Richtung GTLF (32Tonnen-Klasse) gehen.


    Rüstzeit für den neuen AB-Schaum vor Ort weniger als 5 Minuten. Und Vorlauf ist ja auch nur das eventuell aufsatteln auf ein WLF.

    Ich glaube man kann froh sein, wenn das WLF in weniger als 5 Minuten die Wache verlässt. Zum Auto, ASGW absatteln, AB Schaum rauf...


    Und auch bei der Rüstzeit vor Ort liegt man erfahrungsgemäß deutlich größer. Wenn ein Schaumeinsatz in der ersten Phase nicht direkt ersichtlich war muss erstmal der Raum geordnet werden:


    - das WLF sollte idealerweise auch wieder abrücken können, um ggf. andere AB zuzuführen
    - mindestens ein LF/HLF muss den AB einspeisen und braucht eine ausreichende Wasserversorgung
    - welches Fahrzeug soll Schaum abgeben? DL, HLF mit Monitor...


    15 Minuten würde ich als schnell bezeichnen^^

    Das Fahrzeugkonzept geht wohl eher in Richtung GTLF.


    - Einerseits sollen die AB-Wasser ersetzt werden (Wasserversorgung BAB, Waldbrand)
    - Es gibt momentan keine adäquate Möglichkeit, um schnell größere Mengen Schaum auszubringen (Vorlauf- und Rüstzeit AB-Schaum)
    --> Die Erkenntnis hierzu resultiert wohl aus den Einsätzen mit verunfallten Tanklastzügen in der Vergangenheit.

    Sind die Pumpen des THW denn auch in der Lage einen entsprechenden Druckaufbau zu liefern? Solche Großpumpen sind ja im Regelfall für den Lenzbetrieb ausgelegt?