Beiträge von Rescue-M

    • Aufgrund der zahlreichen Motorschäden verwendet man nun den in der Anschaffung und im Unterhalt wesentlich teureren V6 - ohne wirklich zu wissen, ob der länger hält. Für mich eine riskante Wette. Da hätte man lieber mal ein anderes Fahrgestell ausprobieren sollen.
    • Die Dopplung der Tonfolgeanlage aus elektrischer und pneumatischer Variante ist für mich Unsinn. Wenn Hänsch mit der 624 nicht ausreichend Krawall produzieren kann, muss ich mich nach einem anderen Anbieter umschauen - Federal Signal hat mit der EKS200 ein sehr potentes Produkt im Sortiment, dass an eine pneumatische Anlage sehr nah ran kommt. Die Martin-Anlage ist sicherlich laut, toll, oldschool und geil, aber in Punkto Kosten und Wartungsaufwand (regelmäßiges Ölen des Kompressors, jährliche Montage und Demontage der Schneeschutzkappen und Stimmung der Hörner ca. alle drei Jahre) bei solch einem kostensensiblen Gesamtprodukt fehl am Platz.
    • Das BRK ist mehr oder weniger von WAS abhängig, kein anderer Ausbauer mit Ausnahme von Baus ist in der Lage, die entsprechenden Stückzahlen in der gewünschten Zeit zu fertigen.
    • Bei der Medizintechnik ist im generellen sicherlich ein wenig mehr möglich

    Motor: Ich fahre privat einen Fahrzeugtypen (Diesel), den es mit 4-Zylinder und mit 6-Zylinder gibt. Die 4-Zylinder sind leider richtig "berühmt" für ihr häufigen (und frühen) Motor-Totalschäden bzw. extrem hohen Reparaturkosten. Die 6-Zylinder in diesem Fahrzeugtyp laufen und laufen (bin inzwischen bei 320.000km!) Rein technisch ist es halt so, dass (zu) kleine Motoren schon auf Volllast laufen (und entspr. "gestresst" werden), wo ein grösserer Motor (Hubraum, Leistung) vielleicht gerade mal 2/3 seiner Leistung liefern muss. Ich würde auch weiterhin privat immer zum grösserem (bzw. grösstem) Motor greifen. Nicht weil ich rasen will oder ein "Ampelrennen" gewinnen möchte, sondern weil "der Dicke" eben weitaus lässiger mit meinen Anforderungen (umgehen kann, d.h. selbes "Erlebnis" bei weit weniger Drehzahl, ohne volle Leistung abgeben zu müssen usw.)


    Tonfolgeanlage: Ich hab gerne ein "Backup" und bin es seit meinen Anfangszeiten im RD gewöhnt, dies zu haben. Früher eben "Bosch-Hörnchen" und "Pressluft", später dann WA3 oder RTK4/RTK6 und "Pressluft". Wenn Schnee das eine Horn verdeckt, hat man noch ein Zweites (das vielleicht weniger Scheneanfällig verbaut ist), wenn eine Sicherung "fliegt", Steuergerät/Verstärker versagt oder Motor "frisst" ebenso. Teuer ist eine solche Doppelvorhaltung natürlich, aber es ist auch bei sicherheitsrelevanten Teilen durchaus (nicht nur im BOS-Bereich) üblich, sie redundant auszulegen....


    "WAS-abhängig": Stimmt so nicht ganz, denn mit entspr. Vorgaben kann auch GSF, Fahrtec, BAUS etc. einen identischen Koffer bauen. Genau so eingerichtet, genau so platzierte Bedienelemente usw. Bayern könnte die RTW also druchaus an mehrere Hersteller vergeben. Aber halt nicht zu dem Preis. Aber das gilt dann auch für WAS, die - wenn sie nur einen Teil der Bayern-RTW fertigen würden - keine Grossserie mehr auflegen sondern eine kleinere Individual-Serie. Und Kleinserien kosten eben mehr.


    Medizintechnik: Da gibt es bei EKG, Beatmung usw. sicherlich Besseres, aber eben auch Teureres. Bayern hat ja mal einige Zeit bei der Beatmung Oxylog und Medumat beschafft - war ziemlicher Mist, denn die Fahrzeuge wurden eben "verteilt", d.h. eine Wache bekam einen RTW mit Oxylog, die andere Wache einen RTW mit Medumat. Riesen Aufwand für 2x Schulungen, Vorhaltung von 2x Ersatzgeräten, 2x Verbrauchsmaterial etc.


    Eine landesweite Einheitlichkeit hat sicherlich Nachteile, aber auch ebenso viele Vorteile.


    Ich hab das ja in der "Pre-Bayern-RTW-Ära" miterlebt. Als noch die HiOrg/Firmen selbst mitbestimmen durften, welches Autos sie bekommen. Die Einen hatten Pressluft, die Anderen nicht. Die Einen hatten Schränke für O2/VKM/Schaufeltrage, die Anderen nicht. Die Einen waren weiss, die Anderen elfenbein u.v.m. - und dann steigst du bei Schichtbeginn auf jeder Wache jeweils auf ein "neues" Auto, wo du erst mal suchen musst, wo denn nun was verstaut ist, funktioniert etc. Da guckt man schon mal doof wie ich in der "Übergangszeit", wenn man vom (noch selbst beschafftem) Kasten-RTW mit Strobelausbau, Klimaanlage, Umfeldbeleuchtung, Presslufthorn, Wandlerautomatik etc. auf einen neuen "Bayern-RTW" ohne alle dieses Features umsteigt.....

    Meckern auf hohem Niveau...


    Als priv. RD können wir uns für unsere eigenen Zwecke (Rückholung mit RTW, NAW, ITW) selbst beschaffen was wir wollen und wir haben da einen Binz, einen Tigis und 2 Strobel-RTW. Die beiden Strobel sind "Vorführfahrzeuge", bei denen man nix mehr ändern konnte. Dennoch nicht schlecht und gänzlich anders innen aufgebaut als die Bayern-RTW. Der Tigis und der Binz sind "Einzelstücke" mit nach Vorgabe individuell umgesetzten Schrankanordnugnen bzw. Ergänzungen.


    Beim "Bayern-RTW" muss man stets bedenken, dass Bayern in dieser Grösse (=Stückzahl) das einzige Bundesland ist, das einheitliche RTW in dieser Menge beschafft. Der "Bayern-RTW" muss also ein Auto sein, das von den Alpen über Grossstädte bis zu weitläufigen, dünn besiedelten, ländlichen Gebieten einsetzbar ist.


    Anders als in nur einem Kreis, einem Stadtstaat oder auch nur einer einzelnen lokalen HiOrG oder FW muss man eben "global" denken. Landesweit, alle Regionen. Den einzigen Unterscheid, den Bayern bei der Beschaffung macht, ist die Auswahl Strassen- oder Allradfahrgestell. Das war es dann aber auch schon.


    Der Rest? Nun, wieder einmal geht es um eine in einem gesamten Bundesland einheitliche Ausrüstung/(Anordnung/Bestückung. EZ-IO, 12K-EKG, Torniquets, Kapno, Spineboard plus Schaufeltrage, Raupenstuhl Martin-Horn u.v.m. - da werden sich Manche wundern, warum wir uns in Bayern darüber freuen. Aber gibt es das flächendeckend bei allen(!) RD in Deutschland? Eben. Eben nicht.


    Und nun die neuen Features: Generell 230V-Spannungswandler (nun auch in allen neuen Bayern-KTW!) für Heimbeatmungsgeräte usw. Generell "Airline-Schienen" für Fixierung von "exotischem" Med-Equipment wie z.B. ECMO etc. Generell Montagemöglichkeiten (lange "Intensiv-Schiene" an Trage und im Pat.-Raum) plus zugehöriger Steckdosen 12V/230V? Bedienung Licht/Klima vom Sitzplatz aus etc. Ist mir schon klar, dass "andere RTW" das schon längst haben, aber wo ist das flächendeckend(!) im Einsatz?


    Jeder, der einen tollen RTW hat, der hat ihn eben. Ein paar km weiter weg, in einem anderen Kreis oder bei einer anderen HiOrG hat man eben nicht so "tolle RTW" (oder noch "tollere") Macht es nun wirklich Sinn, wenn das Personal und vor Allem der Patient je nach Ort seines Notfalls/Unfalls von einem "tollen" oder "weniger tollem" RTW arbeiten kann bzw. als Patient versorgt und transportiert wird?


    Das Konzept "Bayern-RTW" ist ein Erfolgskonzept. Das sieht man auch daran, dass ausgemusterte "Bayern-RTW" bei HiOrG in ganz Deutschland sehr beliebt sind. Es gibt unzählige SEGen usw. in ganz Deutschland, die sich ganz bewusst für einen alten "Bayern-Retter" entscheiden. Und was den "Billig-Ausbauer" WAS betrifft - auch weit nach der "bayrischen Aussonderungsgrenze" sind bei halbwegs guter Pflege die Koffer noch erstaunlich "gut in Schuss". Auch nach mehr als 4 Jahren oder/und weit mehr als 250.000km.

    der Bayern-RTW ist absolut durchschnittliches und uninnovatives Fahrzeug von einem Mittelklasse-Hersteller.


    Und die tollen "Neuerungen" wie ein Bedienfeld an der Seite hätte man auch schon vor 10 Jahren bei WAS ordern können.

    Hätte man ordern können, stimmt. Hat man aber nicht, wie in unzähligen anderen RTW in Deutschland ebenfalls nicht.


    Es gibt lokal(!) in D sicherlich RTW, die "innovativer" sind, aber die eben nur lokal begrenzt (z.B. Kreis, HiOrG/BF)


    In Bayern gibt es im gesamten Bundesland diese RTW - einheitlich und was Kosten betrifft eben nicht "mal 5 Autos in Stadt/Kreis", sondern "mal 100 Autos pro Jahr im Land" Da kostet dann eben jeder zusätzliche Schalter, jedes Fach usw. 100x


    Bayern ist das Bundesland, dass die grösste Zahl einheitlicher(!) Rettungswagen beschafft. Wenn die neuen RTW überall laufen, dann kann jeder(!) RTW in Bayern dank Airline-Schienen z.B. eine ECMO transportieren, jeder RTW kann z.B. Heimbeatmungsgeräte mit 230V-Anschluss betreiben usw. In anderen Bundesländern "kann man auch", aber dort eben ggf. nur mit 2 Autos von HiOrG A in X-Stadt, dann kommt lange nix und 3 Kreise weiter hat eine BF auch noch mal 3 RTW, die diese Ausrüstung haben.


    Unabhängig von HiOrG/Firma unabhängig von Stadt oder Landkreis, RD-Bereich etc. gibt es dann diese einheitlichen RTW und das ist schon eine enorme Leistung, hinter der viel Planung und Koordination steckt. Deutlich mehr jedenfalls, als wenn eine HiOrG oder ein Kreis eine Handvoll RTW für sich beschafft und im Nachbar-Kreis sehen die Dinger schon wieder ganz anders aus.

    Zumindest der 3,0l-Motor des IVECO wirkt als "Arbeitstier" vertrauenswürdiger als der kleine Mercedesmotor auf PKW-Basis. (das hat auch Bayern erkannt und beschafft nur noch die "grossen" 519er mit dem 3,0l V6

    Ein neues Fahrzeug wird immer erst mal "gut" sein. Klar, Manches ist neu und ungewohnt, evtl. fehlen gewohnte/geliebte Kleinigkeiten (Ablagen, Optik etc.), dafür gibt es aber oft auch Neues zu entdecken (eben auch Ablagen, Optik, Haptik...)


    Die Spreu vom Weizen trennt sich erst nach einer längeren Haltedauer. 200.00km im stressigem Grosstadt-RD oder im eher Fahrstrecken-betontem Land-RD. Wie oft (und warum) muss die Karre in die Werkstatt? Was wackelt, leiert aus etc.? Wie lange braucht die Werkstatt, den Fehler zu beheben und schafft sie das endgültig, oder steht das Fahrzeug nach "x" km wegen dem gleichen Problem wieder dort?


    Anders als bei der "roten Feuerwehr" werden im RD Kilometer geprügelt - 200.000km und oft weit mehr. Das muss das Auto aushalten mit möglichst wenig Schäden/Fehlern. Ein "rotes" FW-Fahrzeug wird zwar alt, aber Kilometer hat es i.d.R. eher nur wenig. Und es ist durchaus ein Unterschied für viele Teile an einem Kfz., ob man sie nur 2-3x/Woche oder 20x/Tag bewegt, betätigt etc.


    Das Problem allgemein ist, dass alle Fahrzeughersteller immer weniger auf Haltbarkeit bauen. Wenn ich mir überlege, dass unser letzter DB 609D bzgl. Motor auch bei der Ausmusterung mit weit über 300.00km (ich glaub, 365.000 waren es) noch "frisch wie am ersten Tag war" - sowas gibt es heute in diesem Segment einfach nicht mehr und sowas wird auch nicht mehr kommen.

    Ein heimliches Beispiel ist VW, die vom Kleinstwagen über die Oberklasse-Limo bis zum Transporter alles federführend selbst entwickeln und bauen. Hier wirst du in allen Fahrzeugen den selben Anspruch finden - das natürlich auf die jeweilige Fahrzeugklasse gemünzt. Up, Polo, Golf, Passat, Phaeton (Gott hab ihn seelig), Tiguan, Toureg, T6, Crafter und wie sie alle heißen. Bei all diesen Fahrzeugen findest du den selben Ing.-Gedanken, die selbe Verarbeitungsqualität, etc. - aber halt auf die jeweilige Klasse bezogen. Das ändert aber nichts an der tech. Qualität der Produkte.

    Stimmt so aber auch wieder nicht. Manche Hersteller sparen sich durch ein "Baukastenprinzip" die Entwicklung gewisser Teile und Aggregate speziell für ihre "kleine" Nutzfahrzeugsparte und bauen "modifizierte" Dinge aus dem PKW-Bereich ein. Und da ist dann der Haken, zumindest bei Mercedes oder VW. Da mag ein LKW-Hersteller mit "downsizing" seiner LKW-Motorentechnik sogar besser dastehen als ein "upsizing" von PKW-Motoren. Die 2,2l Motörchen im 516cdi waren jedenfalls für den RD sehr ungünstig und flogen auch schon mal mit nur 150.000 auseinander.


    Aber es sind ja nicht nur die Motoren, die eh in immer engere Schadstoffwerte gedrängt werden und daher auch immer "hochgezüchteter" werden müssen. Bei anderen Dingen wie Rostschutz, Qualität von Kunststoffen u.v.m. ist die Bandbreite gross. Bei den Bayern-RTW werden am Koffer Türgriffe IMHO von Fiat oder Iveco verbaut und am Anfang brachen die schlicht weg ab - sogar bei Neufahrzeugen! Strobel verwendet z.B. Original MB-Türgriffe am Koffer und da hab ich noch nie ein Problem kennengelernt.


    Sicher entwickeln sich die Hersteller weiter, aber wir hatten in den späten 90ern durch eine Firmenübernahme 2 Iveco-RTW. Der Eine ging wegen zu grosser Mängel sofort weg, der Andere lief noch einige Zeit im SAN-Dienst, bis er auch dort wegen Rost und Technikproblemen ausgemustert wurde. Unsere alten DB 609er und DB 310D (auch "Erbstücke" aus dem RD, die im SAN-D weiterverwendet wurden) waren da haltbarer, auch mit weit über 200.000km.....


    Die Crux ist, dass man heute bei einem Neukauf nicht weis, was man für die Jahre bekommt. Die wahre Qualität eines Einsatzfahrzeugs zeigt sich erst, wenn dessen vorgesehene Nutzungsdauer dem Ende zugeht. Als Neufahrzeuge sind sie alle prima, nach 4-6 Jahren und rund 250.000km jedoch zeigen sich die Unterschiede. Aber nach 4-6 Jahren kann das Alles wieder ganz anders sein und der ehemals "gute" Hersteller baut mehr Mist als der ehemals "schlechte" Hersteller...

    Man soll den Eindruck bekommen dass zunehmend Drohnen bei der Feuerwehr eingesetzt werden,
    weil diese in Bereiche eingebracht werden können, die für Menschen zu gefährlich sind.

    Nicht nur in "gefährliche Bereiche". Alleine schon die Beobachtung aus der Luft kann wichtige Infos liefern. Lage von Gebäuden, Wegen, Windbruch, Hochwasser usw. sind so schnell festgestellt. Eine DL wird meistens im Einsatz bereits gebraucht und steht für "Bilder von Oben" dann eher selten zur Verfügung, ein Hubschrauber der Pol. braucht seine Zeit bzw. ist nicht verfügbar. Kamera-Drohnen aus dem gehobenem Consumer- bzw. Semi-Probereich sind mit Zubehör ab ca. 2000€ zu bekommen und damit auch für kleinere Feuerwehren finanzierbar.


    Spezielle Drohnen mit Infrarot/Wärmebildkameras und/oder analytischen Messegeräten sind natürlich erheblich teurer.


    Und wenn die mal kontaminiert werden - naja, welches "Teufelszeug" wäre das, was man nicht mit einfachem feuchtem Abwischen loswird? Mir fällt da auf Anhieb nur Radioaktivität ein. Für Alles Andere gilt wohl das, was für sämtliche Spür- und Messeinrichtungen oder Lösch- und Arbeitsmittel (z.B. auch Lösch-Roboter usw.) gilt: Abwaschen/Wischen oder im Worst-Case entsorgen. Leiber wirft man eine 20.000€-Drohne weg, als dass ohne sie ein Mensch durch das Giftzeug (das ohne Drohne nicht festgestellt werden konnte) erkrankt oder gar getötet wird.

    Zitat

    Nur weil der ELW vorrausfährt muss er doch final nicht zwingend ganz vorne stehen?

    In München wird Ausrücken und Aufstellung eines BF-Zuges standardmässig so (von vorne nach hinten) Löschzug: ELW, 1. HLF, DL, 2. HLF, RTW. Einsatz ""Kranke Person in Wohnung" (Türöffnung): ELW, DL, BF-RTW Einsatz "VU, eingeklemmt" ELW, (dann - bin mir nicht ganz sicher) 1. HLF, DL, RW bzw. 2. HLF, RTW. usw. Für Alles gibt es eine genaue Anordnung, wer vorne, mittig oder hinten fährt bzw. dann steht. Etwas "durcheinander" kommt das Schema nur, wenn HLF, DL oder RTW von verschiedenen Wachen "zusammengebaut" werden. Bei Gruppenwachen (FW 9, FW 8) kann es vorkommen, dass der ELW der zuständigen Zugwache auch mal später ankommt (und damit hinten bzw. in der Mitte (und dahinter ggf. noch "seine" Einheiten) steht)


    Beim gemeinsamen Einsatz mit Zug/Gruppe/Staffel und dem öff. RD steht der RD-RTW (=keine Warnschraffierung) entweder vorne (wenn eben Erster am Einsatz) oder hinten, hinter dem BF-RTW, der eine Warnschraffierung hat.


    Egal wie oder was - ich bin mehr für eine AKTIVE Heckwarnung, so auffällig und wirksam wie möglich wenn man sie braucht (z.B. die gelben LED-Heckblitzer der RTW sind schon eine sehr feine Sache, zusammen mit LED-Warnblinker und LED-Blaulicht auch bei Tag durchaus sehr gut erkennbar!)

    Wer schläft, der schläft halt ... aber deswegen muss man darauf doch nicht freiwillig verzichten, Ichbin der Ansicht, gerade in diesem Sektor der zusätzlichen Sicherheit gilt das Motto "viel hilft viel" ...

    Ich seh das Problem beim Gewöhnungseffekt. RTW und KTW fahren parken sehr häufig so, dass sie nicht behindern oder gefährden. d.h. "Warnschraffur" sieht man täglich, ohne dass sie etwas zu bedeuten hätte (weil RTW/KTW ohne SoSi fährt oder ganz normal am Strassenrand hält) Verglichen mit z.B. Sperranhänger stehen DIE nur dort, wo es wirklich kritisch/gefährlich ist. (und selbst die werden gerammt!)


    Lustigerweise haben die ELW der BF München auch eine hübsche Warnschraffur, stehen aber taktisch bedingt immer am Anfang(!) eines Löschzuges. Wen will man da "warnen"? Das 1. HLF oder die DL direkt dahinter?

    Das heißt?
    Oder ist das auch wieder noch intern?

    Naja, macht ja wenig Sinn, bzgl. "Heckwarn" die KTW übermässig "aufzurüsten" und die RTW nicht. Bei den RTW wurde die Warnschraffierung (reflefktierend) nach einigen Probeexemplaren eingestampft. Warum sollte sie dann bei den KTW kommen?

    Ich hab´s gerade nicht auf dem Radar, aber haben die KTW auch eine Motor-Weiterlaufschaltung? DIE wäre nämlich durchaus sinnvoll. (Sommer = Klimaanlage, Winter = Unterstützung Standheizung/Stromverbrauch)


    Ich nutze bei unseren RTW, die eine MWS haben, diese bei jedem Einsatz. Im Sommer zum Kühlen, im Winter zum Heizen und nachts auch zur Beleuchtung.

    Ich definitiv nicht. Wie oft wird man gerade bei uns draußen vorab zu einem VU oder Notfall geschickt und ist erstes Fahrzeug am Einsatzort?!. Da bin ich um zusätzliche Warnmittel mehr als froh.

    Ich stehe mehr auf aktive Warnkomponenten (Heckabsicherungs-Blitzer, g´scheite Heckblaulichter, doppelte (= zusätzlich hochgesetzte) Warnblinkleuchen in LED)


    Leuchten wirken schon in einer Entfernung, wo das Scheinwerferlicht noch lange nicht die Reflexflächen erreicht und/oder das Auge irgendwelche Tafeln, Schilder etc. noch gar nicht wahrgenommen/verarbeitet hat. Nicht umsonst haben seit Jahren Absperranhänger oder besondere Warnungen vor z.B. Autobahnbaustellen helle, grosse Blitzleuchten und verlassen sich nicht nur auf eine auffällige Farbe bzw. Warnschraffierung.


    Wer - inbsbes. bei Nacht/Dämmerung - ein massiv blau und gelb blitzendes Fahrzeug übersieht, der würde es auch übersehen, wenn da ein paar "passive" schräge Streifen dran sind.


    Die akt. Bayern-RTW haben die LED-Heckabsicherung (2x gelb LED) und die ist wirklich gut und auch bei Tag weit sichtbar. Bei Dämmerung/Dunkelheit muss man schon blind sein, um das (zusammen mit Warnblinker (LED) und Blaulicht (LED) zu übersehen.

    Seit Anfang Juni (!!) diesen Jahres werden die Fahrzeuge mit Pressluft ausgeliefert, und Du merkst das erst jetzt?! Respekt... Das Horn ist wohl doch noch nicht laut genug... :D


    ich "merke" es, weil wir nun eines dieser neuen Autos haben - und es ist TOLL!!!! Dam merkt man erst/wieder, was 13 Jahre gefehlt hat.....

    Auch Baufahrzeuge und Zusteller haben bei uns Heckwarnschraffur. Ich finds besser als nichts und man sollte glücklich sein dass wir mittlerweile so weit sind, dass es Heckwarnschraffuren endlich in BY gibt.

    ich bin seit 1989 im SAN-D/RD tätig und habe noch nie einen Unfall oder kritische Situation erlebt, bei er mich eine besondere Warnbeklebung am Heck geschützt oder einen Unfall verhindert haben könnte.


    In "mein Heck" ist seit 27 Jahren weder jemand reingedonnert, noch auch nur mit quietschenden Bremsen vorbeigeschrammt. Auch in Berichten/Statistiken deutschlandweit werden RD-Fahrzeuge nicht oder nur höchst selten von hinten gerammt. Dagegen gibt es einige Berichte/Statistiken, in denen Fahrzeuge der Strasenmeisterei und Feuerwehr ("Sperranhänger") gerammt/zerstört wurden. Ebenso Pannenhilfsfahrzeuge auf dem Stand(!)Streifen von Autobahnen. Alle sind bzw, waren mit Blinklichtern (gelb) und auffälligen Warnstrukturen ausgerüstet.

    Endlich laut!


    13 Jahre nach Vorstellung des ersten Prototyps des "Bayern-RTW" ist es nun passiert: Die RTW (und NEF) erhalten serienmässig das Martin-Horn 2298 GM.


    Was in anderen Bundesländern immer noch oder längst schon Standard ist, hält nun endlich auch Einzug nach Bayern. 13 lange Jahre mussten wir "ohne" auskommen, haben die elektronische Hänsch-Lösung gehasst und verflucht (bis zu den einheitlichen Bayern-RTW war nämlich vor 13 Jahren die "Pressluft" sehr weit verbreitet, in manchen RD-Bereichen/Wachen gab es die "Pressluft" schon seit Jahrzehnten!)


    Ist nicht so, dass ich überrascht bin, ich kenne die "Pressluft" noch aus der Zeit vor 13 Jahren und aus dem Tagesgeschäft mit unseren firmeneigenen Intensiv-/Rückhol-RTW/NAW/ITW.


    Endlich wird man in Bayern auch im Regel-RD wieder gehört. Ich hatte heute meine erste Schicht auf unserem "Neuen" (Rettung RTW Sendling 71/3) und die Wirkung des Horns auf den teils sehr langen Anfahrten "quer durch den Berufsverkehr" ausgiebig testen können. Jetzt weis ich wieder, was mir 13 Jahre lang gefehlt hat ;)

    Bin gespannt, ob das die tatsächliche Endfassung des Fahrzeuges ist. Irgendwie glaube ich da noch nicht so recht dran - siehe die Schraffierung am Heck. Ich wüsste nicht, dass man dafür nun eine Genehmigung in Bayern hätte.

    Heckschraffur, "ganz viel Reflex" etc. halte ich ganz ehrlich gesagt bei KTW für etwas übertrieben. Gut, auch KTW stehen mal im öff. Verkehrsraum (in "Zweiter Reihe" etc.) aber das tun unzählige Kurier-/Lieferdienste auch, die Müllabfuhr, Bierlaster, Baufahrzeuge u.v.m.


    Wer weiss/leuchtorange nicht sieht, der sieht auch keine "Warnschraffur" und nachts - wer Blaulicht + Wanrblinker nicht sieht, der sieht auch sonst nix. Sinnvoll bei KTW fände ich eine Heckabsicherung (2 gelbe LED-Blitzer wie in den RTW) Die sind - auch tagsüber - "aggressiv" und vor Allem aktiv. "Bunte Schilderwände" werden eher mal übersehen als das, was Einen aktiv anblitzt....

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    Das einzige was ich an dieser ganzen Sache kritisieren kann, ist der Hinweis auf die "militärische Ausstattung des Rettungsdienst", liest man dann nicht weiter könnte man auf die Idee kommen, dass man RTW jetzt mit G36 und Nebelwerfern ausstatten will ... ok, manchmal wäre auch das sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung.

    Tja, hm, .... Immerhin haben die Bayern-RTW im Pat.-Raum einen eigenen Schalter für die Zentralverriegelung, den ich inzwischen auch ganz gerne mal betätige. Steinwurfsichere Polycarbonatscheiben im Pat.Raum wären noch schön.....


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    Die landesweite Ausstattung mit zusätzlichen Notfallkits finde ich eigentlich sehr gut, so kann man nämlich sicherstellen, dass bei einer entsprechenden Lage wirklich alle die gleiche Ausstattung haben


    Auf alle Fälle, ja. Während andere RD (ggf. mit Ausnahme von Stadtstaaten) sowas allenfalls begrenzt auf lokale HiOrG/FW oder kreisweit haben, hat´s Bayern eben nun landesweit einheitlich. Das macht ja auch Sinn, denn wie der Amoklauf in München zeigte, werden da sehr schnell auch Rettungsmittel auch aus anderen RD-Bereichen zusammengezogen und so kann man eben auch sicher sein, dass der RTW des Nachabar-RDB eben die gleiche Ausstattung bzgl. "REBEL-Fälle" hat. Da sistz in Regionen, wo jede Stadt oder Kreis jeweils ihren eigenen RD haben i.d.R. nicht der Fall.


    Was "militärische Medizin" betrifft, orientiert sich diese einerseits an den zivilen Standards, entwickelt andererseits aber auch eigene Vorgehensweisen und Produkte, die eben "im Gefechtsfeld" zwingend nötig sind. Für Letzteres steht auch viel Geld zur Verfügung, das der "normale RD" bzgl. Entwicklung und Ausstattung nie bekommen würde. Ich kann mich noch gut an meine Ausbildung erinnern, wo es bzgl. Thoraxverletzungen hies, man müsse eine offene Thoraxwunde eben intermittierend mit der Hand abdecken, damit Luft raus, aber nicht rein kommt. Heute pappt man da ein "militärisches" Chest-Seal mit Ventil drauf.....

    Damit machst Du es Dir schon etwas einfach und überziehst in meinen Augen absolut. Das hört sich glatt so an, als ob wir uns in Deutschland ständig in einer Konfliktsituation bzw. unter Bürgerkriegsbedingungen befinden.
    Nur, weil entsprechende Ausrüstungsgegenstände aus der Militärmedizin kommen, sind sie nicht ausschließlich nur bei entsprechenden Lagen nützlich. Terror- und Amoklagen gibt es nicht erst seit gestern auf der Welt.

    Stimmt, aber heute reagiert man (im RD) darauf. Und das nicht nur beim Material. Auch MANV-Übungen/Fortbildungen gab es schon immer, ebenso div. Konzepte dazu (Sichtung etc.), aber in letzter Zeit nimmt das doch ziemlich deutlich zu.


    Und das mit Recht, denn das BMI geht von rund 520 bekannten islamistischen "Gefährdern" aus, zudem gibt es eine unbekannt hohe Zahl von - eben unbekannten - Gefährdern/Terroristen, die sich in Deutschland oder in unseren Nachbarländern aufhalten.


    Und das sind in meinen Augen eben "Kriegsbedingungen", denen wir uns da nähern. 520 "Gefährder" sind ein ganzes Bataillon, das, wenn es koordiniert vorgehen könnte - eine entsprechende kriegerische Schlagkraft entwickeln kann.


    Dazu kommt eine leider auch schon einige Zeit zu beobachtende Roheit und Härte gegenüber Einsatzkräften von RD/FW und insbes. der Polizei. Bei Letzterem Personal ist da inzwischen durchaus mit Spreng- und Splitterverletzungen durch sog. "Polenböller" etc. zu rechnen (und diese dann zu versorgen!) Sowas sind dann keine "Demos" mehr, das ist schon eher Bürgerkrieg!

    Ich persönlich finde es ja immer bedauerlich, wenn bewährte (aus dem militärischen Sektor) Mittel erst relativ spät Einzug in den Rettungsdienst bekommen.

    Je mehr man sich Kriegsbedingungen annähert, desto mehr braucht man auch "Kriegsmaterial"


    Ansonsten haben div. mil-med.-Dinge zwar durchaus ihren Sinn im Feld, aber nicht zwingend auch immer im RD, da es im RD eben auch andere Möglichkeiten gibt (z.B. 15 Min. bis zum Schockraum - inkl. med. Endversorgung (OP usw.)