Beiträge von kurvenfahrer

    Ich finde das schon amüsant ... Da wird über eine bessere Wahrnehmbarkeit des größeren Fahrzeugs diskutiert und dann schraubt man einen DBS4000-Balken drauf - in der Sparversion wohlgemerkt. Aber immerhin mit blinkendem Notarzt-Schriftzug - als ob das irgend jemanden interessieren würde. Ich kann das weder aus technischen noch aus finanziellen Gründen verstehen.

    Schöne Infos, danke Tobias!


    Der "Herstellerwechsel" ist aber ein normaler Vorgang, wenn so massiv in ein bestehendes Fahrzeug eingegriffen ist. Die verlängerte E-Klasse von Binz, auf der Binz die Bestattungsfahrzeuge und verlängerten Limos sowie Visser und Miesen den Hoch-Lang aufbauen, ist auch ein Binz und kein Benz. Der Stern liegt im Handschuhfach.
    Daimler hatte früher an Binz die Fertigung dieses Chassis ausgelagert. Aufgrund dessen, liefen die Fahrzeuge auch immer noch als Mercedes-Benz.
    Daimler hat irgendwann dann nicht mehr die Stückzahlen gesehen und Binz die Herstellung komplett übertragen. Für einen Kleinserienhersteller ist auch das Zulassungsprozedere oftmals vereinfacht. So können Daimler oder Volvo immer noch im Hintergrund kräftig helfen, sparen sich aber immense Zulassungsverfahren.

    Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, ich habe dir ausstattungsseitig recht geben und dir auch einen Weg aufgezeigt, wie man Missstände abstellen kann: Durch Interaktion mit den entsprechenden Stellen. Kommentare vom Spielfeldrand helfen da nicht. Die sind schnell raus und befreien, helfen aber nirgendwo im Leben. Weder im Beruf, noch im Hobby noch in der Gesellschaft. Hände aus der Tasche und ran ans Thema.

    ... die Fahrzeuge sind einfach eine dramatische Fehlplanung vom Bund ...


    Das ist Unsinn!
    Die Fahrzeuge sind sehr wohl brauchbar und im Gegensatz zu den Vorgängern ein guter Wurf. Zur Zeit deren Erschaffung lag der Schwerpunkt des Kat.-Schutz ja auch nicht auf der Bewältigung von Terrorlagen sondern in erster Linie von Naturkatastrophen und ggf. des bösen Wladimir. Hinzu kam, dass die Fahrzeuge als Transportkomponente und nicht als Erstangriff gedacht sind.
    Die Ansätze zur Verbesserung der Ausstattung, die auf Hinwirken vereinzelter Nutzer schon bewerkstelligt wurden, könnte man ja auch mit ein wenig Abstimmung und Zusammenarbeit auch auf eine höhere Eben hieven und über das Land eine entsprechende Nachrüstung erwirken. Es ist und wird ja Geld zur Verfügung gestellt.


    Bzgl. der GW-San sind wir wohl einer Meinung, auch wenn ich noch weiter gehen würde: Für mich kosten dieses Fahrzeuge Menschenleben. Ein Pat. gehört ins geeignete Krankenhaus, schnellst möglich. Daher finde ich den Hamburger Ansatz gut. Man muss einfach mehr Effektivität in dieses System bringen. Und damit meine ich nicht sparen sondern die knappste Ressource, schnell verfügbares Personal, so gut wie möglich zu nutzen: das richtige Material und die richtigen Fahrzeuge an die Einsatzstelle, eine angepasste Versorgung vor Ort (so viel wie nötig, so wenig wie möglich), eine durchdachte Triage und Pat.-Logistik sowie zügige Transporte.
    Ich erinnere immer wieder an die U-Bahn-Anschläge in London - das hat alles die Regelrettung weggeschafft. Und solche Szenarien werden nur in Ballungszentren passieren.

    Ja, damit hast du vollkommen recht. Aber der Daily ist im Grunde auch nur ein Sprinter, halt mit Migrationshintergrund :D Der will keinem die Braut ausspannen.
    Und die Hamburger sind doch dank ihrer Handels- und Seefahrererfahrung ein sehr weltoffenes Völkchen.


    Die Aussage zum Schaltverhalten kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich habe den Daily schon einige Tausend Kilometer mit nem RTW-Koffer bewegt und jeder andere, der das Ding bewegt hat - auch unter SoSi - war begeistert von den schnellen und fast unmerklichen Schaltvorgängen. Und was das Rückwärtsfahren angeht: Das liegt wohl eher am Koffer und der ist von einem Sprinter und damit identisch zu allen anderen Hamburger Koffern - wie kann es da unübersichtlicher zugehen? Zudem sind die Spiegel des Daily um einiges größer als die des Sprinter.
    Aber das Fahrverhalten und vorallem das -gefühl ist anders als beim Sprinter, ja. Unruhig würde ich es aber nicht nennen. Für mich liegt der Grund in der Grundkonzeption: Der Sprinter hat eine Kabine, die auf einem sehr verwindungssteifen, unflexibeln Kastenrahmen, fest montiert ist. Der Daily hat einen klassischen, sehr flexiblen LKW-Leiterrahmen mit U-Profilen, der Torsion zulässt. Darauf sitzt eine weich gelagerte Kabine. Und die Art und Weise des Aufbau spielt hier aber sicherlich auch eine gewichtige Rolle.
    Wie ich das schon mal schrieb: der Sprinter kommt aus dem PKW/Transporter-Sektor hoch und der Daily aus LKW-Sektor runter. Da treffen zwei Welten aufeinander.


    Auf jeden Fall wirst du mit deiner Aussage, dass das der einzige Daily bleiben wird, auf die kommenden 2-3 Jahre recht haben. Erst dann wird man sehen, wie viel Kosten der Daily gespart hat oder nicht. Dann wird die BF Hamburg auch entsprechend seriös eine Aussage über zukünftige Beschaffungen treffen können.

    Ich denke, Du spielst da auf die Firmen Fahrtec, GSF, Hospi und WAS an ... da die Firmen letztlich alle auseiner "Dynastie" stammen, ist das sogar verständlich.

    Ne, es gibt keine alternativen Produkte. Die Beschläge sind alle von Happich, die Integralschaumplatten kommen von VEKAPLAN, die Kühlschränke von WAECO, etc.
    Der Ambulanzmarkt ist ein Furz, was Absatzzahlen angeht - da wird nichts extra erfunden oder hergestellt. Das sind alles Vor-Produkte, die irgendwo anders abfallen bzw. im klassischen Möbelbau verwendet werden.

    Sicherlich nicht auf jeden Rettungsmittel. Ich würde auf die arztbesetzten Fahrzeuge tippen. Auf den neuen NEF ist jedenfalls Platz für einen Lucas bzw. CPR vorgesehen. Entschieden ist, meines Wissens nach, soweit aber nichts.

    Das kleckert sich. Und es sind ja nicht nur die Bayern. Ein Großteil im Osten fährt PKW, in BaWü ist auch eine große Anzahl unterwegs. Und auch in NRW (Euskrichen z.B.) oder Niedersachsen (z.B. Paderborn) sind PKW unterwegs. Und das hat nicht nur was mit den Kosten zu tun. Ein Ford S Max taugt aufgrund seiner Zuladung, seinem Raumangebot, Allrad und Automatik zu einem guten NEF.

    Wirklich Sinn macht diese Option nur bei Transportern, und dann - vor dem Hintergrund des fließenden Verkehrs - nur für schnell zu entnehmendes Material. Sprich das Zeug, was der RettAss/NotSan immer mit nimmt. Siehe hier die Beispiele Köln oder Berlin. Der Gedanke dahinter ist, schnelleren Zugriff auf häufig genutzt Ausrüstungsgegenstände zu gewähren und das Heck für weniger häufig genutzte Ausrüstungsgegenstände zu nutzen. Demzufolge werden häufig auch auf der rechten Seite ein paar Sachen gelagert.
    Bei einem PKW ist das ein Zwiespalt. Wenn man nämlich an die Sachen ran muss, dann muß die Tür ganz auf bzw. man steht länger dort und damit auf der potenziell häufig dem Verkehr zugewandten Seite. Schrank rechts bedeutet, dass dann der Schulterblick nach rechts durch dann meist hoch bauende Schränke versperrt wird. Aber bei PKW/SUV muß man halt einen Tod sterben - entweder Schulterblick nach rechts oder ich muss Umparken/direkt richtig parken um nicht um Verkehr zu stehen.