Beiträge von BillinoM

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    In Zeiten von europaweiten Ausschreibungen könnte es in der Zukunft durchaus passieren, dass exotische Fahrgestellhersteller mit exotischen Aufbauherstellern kombiniert werden solange Preis und Leistungsprofil in dem geforderten Rahmen liegen.


    Im Sinne des allgemeinen Wettbewerbs wäre dies grundsätzlich zu begrüßen. Die Realität sind derzeit aber noch anders aus. Angebote von ausländischen Firmen sind derzeit die absolute Ausnahme. Selbst die nahmhaften deutschen Hersteller beteiligen sich z.T. sehr zurückhaltend bei öffentlichen Ausschreibungen.

    Ich denke meine Vorredner haben es schon ausführlich dargelegt, der Schwerpunkt dieser Seite liegt im Bereich der Fahrzeuge und der Fotografie von Fahrzeugen. Für alle anderen Themen im Bereich der BOS gibt es Seite mit den entsprechenden Schwerpunkten.

    Hier bringt dir die Luftfederung schon etwas. Allerdings gleicht sie keine Baumängel (Instandsetzungsmängel) an der Straße aus!

    Wie schon gesagt, klappern tut jedes Fahrzeug irgendwann. Manche früher, manche später.
    Entscheiden ist was klappert, i.d.R sind dies Ein- bzw. Anbauteile, wie z.B. Schränke, Medizingerätelagerungen usw., und die hat jeder RTW, egal ob kleiner Koffer, großer Koffer oder Kasten.
    Ein Luftfederung verbessert den Komfort, verhindert aber ein Klapper auch nicht. Allenfalls wird es zeitlich nach hinten verschoben.
    Zum Thema 3,5 Tonnen Koffer-RTW habe ich nur eine Meinung: Es geht nicht!
    Ist eine einfache mathematische Rechnung: Leergewicht Fahrgestell + Leergewicht Koffer mit Schranksystem und Tisch + Medizingeräte + Medizinprodukte + Rettungsassistent (real gerechnet, also min. 90kg inkl. Schutzkleidung) + Rettungssanitäter (real gerechnet) + Patient (real gerechnet) + Begeleitperson (real gerechnet) = mehr als 3,5to. Wenn man nun davon ausgeht das i.d.R. noch ein Auszubildender mit an Bord ist wird noch das Verhältnis noch schlechter.

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    BillinoM: Sehr richtig! Ich habe letzte Woche gehört, dass der Grenzwert der Ausschreibung auf knapp über 200 000 € gesenkt werden soll oder wurde. Wissen Sie da auch schon was/mehr dazu?


    Die Grenze von der nationalen zur europaweiten Ausschreibung wurde im Laufe des Jahres 2007 von 200.000,-€ auf 211.000,-€ angehoben. d.h. ab einem Beschaffungswert von 211.000,- muss europaweit ausgeschrieben werden. Niedriger Grenzen sind auf kommunaler Eben im eigenen Ermessen machbar.
    Sollte es neuere Werte geben sind noch nicht bis zu mir durchgedrungen.


    Nachtrag:


    Hier die aktuellen Schwellenwerte. Keine Haftung für den Inhalt des Links.
    http://bundesrecht.juris.de/vgv_2001/__2.html

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    aber nicht alle Mängel können bei einer Abnahme entdeckt werden.
    manche dinge treten erst viel später im betrieb auf.
    und man kann sich ein fahrzeug noch so gründlich anschauen, es ist ganz schnell etwas übersehen.


    Das brauchst du mir nicht zu sagen. Mir geht es viel mehr um die ganz offensichtlichen Dinge, Fahrzeug nicht gereinigt, diverse Halterungen noch nicht eingebaut, usw. die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Würden die Hersteller ein anständiges Qualitätsmanagement betreiben, würden sie viele Fehler selbst feststellen. Das fängt bei ganz banalen Dingen an, wie Funktionskontrolle, Probefahrt, Abgleich mit der bestellten Leistung und Endreinigung vor der Fahrzeugabnahme. Das wäre schon ein erheblicher Schritt nach vorne. Die Realität sieht leider ein wenig anders aus.

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    allerdings hat es vorher auch kein anderer (namhafter) deutscher hersteller geschafft fahrzeuge ohne mängel auszuliefern.


    Zeige mir einer den Hersteller, der Fahrzeuge ohne Mängel zur Abnahme bereitstellt.
    Hier allerdings ein weiterer Knackpunkt. Viele Kommunen nehmen die Fahrzeuge trotz festgestellter Mängel mit nach Hause. Nacharbeit irgendwand Zuhause beim Kunden. Dies ist eindeutig der Falsche weg. Festgestellte Mängel sollen im Werk behoben werden. Dafür wird eine Abnahme gemacht. Besser man fährt ohne Fahrzeug heim, als mit einem Fahrzeug was noch x Mängel hat.

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    Dort waren sehr viele voreingenommen auf Grund des Aufbauherstellers.


    Dies ist ein allgemeines Problem der deutschen "Blaulichtgemeinde". Jeder ist der Meinung das beste Pferd im Stall zu haben. Somit muss auch bei einer Neubeschaffungen wieder genau dieses Produkte gekauft werden, weil "alles andere ja nichts taugt". Häufig liegen jedoch zwischen zwei Beschaffungen innerhalb einer Kommune mehr als 10 Jahre (z.T. deutlich mehr) dazwischen. Wenn dann das neue Produkte dann da ist, kommt häufig das große Erwachen. Hätte man mal jemanden gefragt der Ahnung hat.
    Hier tritt aber das nächste Problem auf. Kaum jemand ist bereit öffentlich einzugestehen, dass er sich für das falsche Produkt entschieden hat. Man kauft ja schließlich nur das Beste.
    Noch ein Anmerkung am Rande, alle neuen Fahrzeuge machen einen guten Eindruck. Erst nach mehreren Jahren Einsatzdienst kann man die wirkliche Qualität eines Fahrzeuges beurteilen.