Beiträge von Tobias Voss

    wir haben ca 80rtw im dienst (plus 17 "Kaufmänner".. heißt bei euch glaube ich "reserve")… vor dem Hintergrund finde auch ich 23 sehr viel

    Damit kommen zusätzliche 25%, das finde ich auch arg heftig. Zeigt mir aber letztlich, dass vermutlich in den letzten Jaren eher wenig an der Vorhaltung gemacht wurde. Vermutlich hat es immer irgendwie funktioniert, aber es gibt dann halt den Zeitpunkt, dass es nicht mehr klappt.


    Ich weiß nicht, wie bei Euch das Verhältnis zwischen RTW-Einsatz und Krankentransport ist, das wäre in meinen Augen auch eine Stellschraube, an der man drehen müsste. Mit einer einzigen zentralen Leitstelle würde man da sicherlich so manches deutlich besser hinbekommen. Aber ich vermute, dass die HiOrgs auf die eigene Leitstelle nicht verzichten wollen ...

    ist doch toll das die kollegen der Feuerwehr sich dann die nacht um die ohren hauen dürfen oder wenn muss das ganze Geschäft abgedeckt werden und nicht nur das rentable. aber drin sind wir uns ja einig..

    Jein, die 04er sind ja nicht permanent besetzt. Die gehen nur dann in Dienst, wenn alles andere Weg ist, denn dafür muss die DLK (oder was anderes) aus dem Dienst genommen werden. Wie oft das letztlich vorkommt weiß ich nicht, kann das aber bei Interesse gerne mal in Erfahrung bringen. Einen zusätzlichen RTW (oder in Düsseldorf dann ja eher 9) nachts im Dienst zu halten, bedeutet ja auch, dass er von den Kassen finanziert werden muss, und da es gerne mal heisst "sparen, sparen, sparen" dürfte das Problem hierbei zu suchen sein.

    ich hörte bei der letzten wachführererzählungsrunde etwas von 23 (!) rtw, die durch die hiorgs zeitnah besetzt werden sollen

    Jetzt wäre es für mich, der sich in Hamburg nicht auskennt, interessant zu wissen, wie viele RTW denn aktuell durch die Feuerwehr regulär besetzt werden. Damit kann man dann diese Zahl eher irgendwie einordnen. Allerdings ist ohne weitere Infos die Zahl schon recht eindrucksvoll und mehr, als manche andere Kreise überhaupt vorhalten.

    ich habe anfang der 2000er erlebt, was für blüten so ein gemisch treiben kann. (...) es war DAS LOHNENSTE!!!!!!!

    Ja, dass sich die HiOrgs gerne das aussuchen was für sie rentabel ist, kann man in vielen Bereichen feststellen, ist aber ganz sicher nicht in allen Fällen so. Allerdings muss man auch im Hinterkopf behalten, dass auch eine HiOrg mittlerweile zumindest eine schwarze "Null" einfahren muss, da die früher übliche Querfinanzierung nicht mehr wirklich machbar (und zulässig) ist. Hier in Düsseldorf gibt es auf jeder Feuer- und Rettungswache auch einen RTW der gemeinsam durch Feuerwehr und HiOrg besetzt werden. Während der RTW tagsüber als "03" durch die jeweilige HiOrg besetzt wird, kommt danach der Feuerwehr mit der Kennung "04" ins Spiel als zusätzlicher Bedarfs-RTW.

    vielleicht denke ich auch zu negativ

    Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.


    Vor langer Zeit hatte ein Kreis in Schleswig-Holstein einmal darüber nachgedacht, seinen selbst durchgeführten Rettungsdienst an eine HiOrg abzugeben. Allerdings war die Rückmeldung der HiPrg sinngemäß so, dass man sehr gerne die zwei großen Rettungswachen übernehmen wollte, die ganzen Aussenwachen jedoch nicht. Daraufhin wurde entschieden, das ganze doch weiter komplett in Eigenregie zu machen. Von daher würde ich eher sagen, Du denkst nicht "negativ" sondern eher ziemlich realistisch.

    on top ist der weg der Feuerwehr Hamburg auf dem richtigen weg gewesen... angestellte im rettungsdienst!

    So sehe ich das auch, Angestellte im Rettungsdienst auch bei Berufsfeuerwehren ist der richtige Weg. Das Ziel könnte dabei dann sehr langfristig die Herauslösung des Rettungsdienstes aus den Strukturen der Feuerwehr und hin zu einem Eigenbetrieb unter der Leitung der jeweiligen Kommune sein. Das ganze wird in Schleswig-Holstein mit der RKiSH gGmbH ja schon ziemlich erfolgreich gemacht, mittlerweile vier komplette Kreise und bald fünft Kreise sind schon eine Größe, bei der man auch etwas den Krankenkassen gegenüber durchsetzen kann.

    und was hat die Feuerwehr mit vielen von denen gemacht? wie dreck behandelt und verträge einfach nicht verlängert, obwohl die stellen weiterhin von vakant waren! das menschliche miteinander war echt fragwürdig

    Das Problem ist aber nicht nur auf die Stadt Hamburg bezogen, ähnliches höre ich auch aus anderen Städten. Teilweise mit ganz amüsanten (oder eher erschreckenden) Auswirkungen. Hier muss in meinen Augen schnellstens ein Umdenken erfolgen, damit man sich nicht neben eh schon offenen Stellen gleich noch viele neue offene Stellen anlacht, da die Kollegen sich anders orientiert haben. Aber auch das ist nicht zwingend nur ein Problem aus Hamburg ...

    nur dieses "nebenbei-retten" durch uns wird dann spätestens nicht mehr professionell leistbar sein! heisst für mich mittelfristig Trennung blau/weiss

    Das sehe ich grundsätzlich genauso, allerdings betrifft das nicht nur das Problem innerhalb der Feuerwehr, auch im Bereich der HiOrgs wird es da noch zu einem Umdenken führen müssen. In anderen Ländern ist man da schon deutlich weiter als in Deutschland.

    Warum sind denn die Hiorg's und privaten kostengünstiger? Richtig, sie zahlen ihren Angestellten weniger.

    Ich glaube nicht, dass grundsätzlich das Gehalt der hauptsächliche Grund ist, warum HiOrgs kostengünstiger sind. Es gibt Bundesländer, in denen ist eine HiOrg federführend bei sämtlichen Verhandlungen aktiv, da sie gefühlte 95% der Rettungswachen betreibt und da werden die Gebühren zentral verhandelt. Ungeschriebenes Ziel ist es natürlich, den Rettungsdienst so günstig zu halten, dass es für alle anderen Anbieter vollkommen unattraktiv ist, sich dort überhaupt um Rettungswachen zu bewerben.


    Gehälter, und um auf das genannte Argument zurück zu kommen, unterligen in den meisten Fällen Tarifverträgen und werden zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ausgehandelt. Dass dabei der Rettungsdienst eher stiefmütterlich seitens der Arbeitnehmerseite behandelt wird, ist in meinen Augen mit ein Problem, dass die Gehälter eher suboptimal sind, zählt hier aber nichts zur Sache.


    Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass auch die BF Hamburg ihre Probleme im Rettungsdienst eigenständig lösen können müsste, allerdings müssen dazu die Rahmenbedingungen passen. Stimmen diese nicht, bekommt man halt auch kein neues Personal und das bestehende denkt unter Umständen über einen Wechsel nach. Wobei das natürlich mehr für die Angestellten als die Beamten gilt.


    Ich bin der Ansicht, dass der Rettungsdienst eine Aufgabe staatlichen Fürsorge ist und daher auch, genau wie Polizei, Feuerwehr und Justiz in staatlicher Hand sein sollten. Dazu kommt, dass ich der Ansicht bin, dass die staatliche Fürsorge nicht dem Diktat der Sparmaßnahmen unterliegen darf.

    Seid einiger Zeit wenn man auf die Seiten vom Forum oder auf die Seite möchte kommt es zu Problemen

    Diese Probleme gibt es seit mehreren Jahren in mal stärkerer und mal schächerer Ausprägung, je später der Abend umso größer die Probleme. Da das ganze auch nicht Browser-spezifisch ist, dürfte es an den schon länger bekannten Problemen liegen. Ich vermute (oder befürchte), dass das Grundproblem das gleich eist, wie bei der alten 4images-Galeriesoftware, die auch nur eine bestimmte Zahl an zeitgleichen Abfragen verarbeiten konnte. Nichts destotrotz wünsche ich mir natürlich, dass diese Probleme behoben werden können.

    Ich sag mal so, ohne AdBlock gibt es mehr Geld das in die Seite investiert werden kann

    Richtig, was dann aber scheinbar auch gerne in weitere Werbung investiert wird, die dann Teile des Inhaltes
    verdecken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Gedankengänge bekannt sind, aber hier wird gerade ein
    Teufelskreis aufgebaut ...


    <X


    Ich bin fast soweit, mir Adblock zu installieren, weil mich diese riesengroße Mirandowerbung tierisch nervt.

    Hallo Zusammen,


    mir ist klar, dass der Bestand von Galerie und Forum nur durch das Schalten von Werbung sichergestellt werden kann, aber früher
    war es zumindest so, dass die Werbung zumindest in angemeldetem Zustand deutlich weniger aufdringlich war.


    Selbst das wegklicken der Mirando-Werbung bringt nur solange etwas, bis man auf einen Link klickt und eine weitere Seite aufruft.



    Ist das ganze in der Galerie einfach nur nervig, so überdeckt die Mirando-Werbung Teile des Forums und verursacht somit eine nicht
    sinnvoll lesbare Forum-Seite.


    Der Einsatz solcher Werbeprogramme führt letztlich dazu, dass noch mehr User sich Gedanken über einen Werbe-Blocker machen und
    damit noch mehr Werbung geschaltet werden muss, da die vorhandene nicht mehr genug Umsätze verursacht.


    Vieleicht kann man ja mal auf den Ebner-Verlag zugehen und mit denen besprechen, dass die Werbung doch etwas dezenter gestaltet
    wird.


    Viele Grüße,
    Tobias

    Der Innenminister von NRW hat in der Presse vorige Woche die Ausssage gemacht, dass die Fahrzeuge ab 2019 kontiunierlich ausgetauscht werden.

    Ist doch auch klar, die ersten 3er-BMW haben ihre dreijährige Laufzeit erreicht, die müssen
    auch ausgetauscht werden, nur ist halt noch nicht klar, was der Ersatz sein wird.

    Dann würde es aber Sinn machen, als Klasse nicht "Landesfeuerwehrschule" zu nehmen, sondern irgendwie allgemein Schulen. Gibt ja auch RD-Schulen mit eigenem Fuhrpark.

    Da hast Du irgendwie Recht, aber mir fehlt da irgendwie eine Idee wie man das sinnvoll benennen könnte.
    Hast Du vieleicht eine Idee? "Schulisches Ausbildungszentrum" vieleicht?

    Zumal es zunächst um ITW ging, wo richtig Platz eine zentrale Rolle spielt.

    Korrekt und die drei ITW aus Schweden die ich persönlich kenne sind ebenfalls alles andere als innovativ
    und platzmäßig optimiert. Der eine aus Stockholm sieht zwar von aussen ganz nett aus, hat aber einen
    Innenausbau, der an ein Wohnmobil aus den 1980er-Jahren erinnert ... Die Schränke sind ausnahmslos am
    Fahrzeugheck montiert, während das Klinikbett und die Betreuuersitze ziemlich mittig stehen.

    Durchdacht und Innovation - du merkst schon, dass du dir gerade selbst widersprichst? Du bist doch selbst viel in Skandinavien unterwegs und müsstest doch daher wissen, wie es besser gehen könnte.

    Ja, die Skandinavier (Schweden) können das sicherlich besser, aber man arbeitet dort auch mit einem an-
    deren Ausbildungskonzept des Rettungsdienst-Personals. Notärtze gibt es dort in der Fläche nicht und die
    sind ja in Deutschland der Grund, warum man in sehr vielen Bereiche auf den Typ C besteht.


    Und solange sich das nicht ändert, werden wir an den Grundproblemen des freien Raumes nicht zwingend
    etwas ändern können, weder bei RTW noch bei ITW.

    Beim gestrigen Upload ist noch aufgefallen, dass es die Landesfeuerwehrschule weder im Bereich
    SEG/KatS noch im Bereich Rettungsdienst gibt. Da an verschiedenen Landesfeuerwehrschulen aber
    auch Rettungsdienstfahrzeuge vorgehalten werden, würde der Eintrag sicherlich sinnvoll sein. Die
    Alternative einen RTW als "sonstiges Fahrzeug Feuerwehr" zu klassifizieren macht irgendwie wenig
    Sinn ...

    Die schwedische Firma Autokaross Rescue Systems wurde vom ehemaligen Besitzer verkauft, die Nachfolgefirma
    tritt unter dem Namen Floby Rescue auf, bitte daher zusätzlich in der Datenbank hinterlegen.


    Dann gibt es noch diverse kleinere schwedische Firmen, die sich mit diversen Feuerwehrkleinfahrzeugen einen Namen
    gemacht haben:

    • ABC Karossen AB
    • Ydreskåp AB
    • MT Eksjö

    Im Bereich der Rettungsdienstfahrzeuge gibt es dann auch noch den folgenden Hersteller:

    • RIPA Specialfordon


    Es wäre schön, wenn die Hersteller in der nächsten Zeit hinterlegt werden könnten.

    Zumindest Bayern will einen anderen Weg gehen und steckt viel Geld auch in ländliche Krankenhäuser, wie in der Kabinettssitzung vom 24.7.18 verkündet wurde.

    Das ist in meinen Augen auch die einzig sinnvolle Lösung, es muss in jeder größen Gemeinde oder Stadt zumindest eine medizinische Basisversorgung geben, wo man auch mal ein paar
    Nächte zur Beobachtung bleiben kann. Ist das nicht durch Krankenhäuser darstellbar, dass ist die Einrichtung von Gesundheitszentren in meinen Augen der richtige Weg. So läuft es zum Beispiel in vielen Gemeinden Norwegens und Schwedens.


    Ich bin allerdings auch der Meinung, dass es nicht angehen kann, ausschließlich aus Kostengründen Krankenhäuser zu schließen wie es ja gerne gemacht wird, nachdem sie privatisiert wurden. Die stationäre medizinische Versorgung ist in meinen Augen eine staatliche Verpflichtung, die man nicht irgendwelchen Konzernen überlassen darf, gleiches gilt im übrigen auch für den Rettungsdienst, die Feuerwehr oder die Polizei.

    Fahrzeugbezogen könnte man sich überlegen, das in manchen Bundesländern/Kreisen strikte RTW/KTW-System zu reformieren und z.B. KTW zu "RTW light" aufrüsten, so dass diese Fahrzeuge dann auch planmässig zu kleineren Notfällen (KoPlaWu etc.) fahren können und dürfen.

    Damit produzierst Du letztlich nur Mehrzweckfahrzeuge, die dann alle zu Krankentransporten unterwegs sind und bei Notfällen vor Ort dann fehlen.


    Mein Ansatz wäre eher, dass man die Anzahl der Krankenwagen deutlichst aufstockt und somit die Rettungswagen endlich das machen lässt, wofür sie eigentlich da sind, die Notfallrettung. Ich gehe übrigens auch davon aus, dass auch ein Krankenwagen eine notfallmäßige Basisausstattung an Bord hat und somit jederzeit als First-Responder eingesetzt werden kann. Der andere Punkt ist, wenn Du genügend Krankenwagen hast, kannst Du die Zahl der Rettungswagen auch auf einen vernünftigen Wert anpassen, so dass die Hilfsfristen auch eingehalten werden können.


    Gerade wenn der örtliche Rettungswagen keine Krankentransporte mehr fahren muss, ist er deutlich öfters auf der Rettungswache und die Wahrscheinlichkeit einer Doppelalarmierung wird geringer. Allerdings muss man dann auch in der Nacht genügend Krankenwagen einsatzbereit halten.

    Ganz generell muss sich aber auch der RD anpassen. Neben bereits versuchsweise eingesetzten "Gemeindesanitätern" könnten z.B. auch die First Responder (endlich mal) vom RD-Gesetz erfasst werden und so Ausbildung, Ausrüstung und Finanzierung(!) auf eine einheitliche Basis gestellt werden.

    In Schweden gibt es in einigen Berichen sogenannte "Bedömmningsbilar", dass sind quasi First-Responder-Fahrzeuge, die vor Ort die Entscheidung treffen, ob ein akuter Transport ins Krankenhaus notwendig ist oder der zeitnahe (und meist eigenverantwortliche) Besuch des zuständigen Gesundheitszentrums ausreicht.


    Allerdings lässt die Ausbildung des schwedischen Rettungsdienst-Personals dieses auch zu. Neben der dreijährigen Grundausbildung an einer Universität haben die dort alle mindestens eine einjährige Qualifizierung für den Rettungsdienst und teilweise auch noch weitere Qualifizierungen wie für die Anästhesie, die OP-Pfege oder was auch immer.


    Allerdings bezweifel ich mittlerweile, dass es in der Politik wirklich ein Interesse gibt, lebenswichtige Themen im Sinne der Bevölkerung zu lösen. Ich habe das Gefühl, das einzige was noch zählt ist die Wiederwahl nach vier bzw fünf Jahren, aber das ist ein parteiübergreifendes System ...

    Hallo Zusammen,


    im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Schweden nur eine recht simple Normierung der Feuerwehrfahrzeuge, aber scheinbar kommt man damit trotzdem aus, das Totschlag-Argument der "örtlichen Gegebenheiten" wird dort so gut wie gar nicht angebracht. Die in Schweden vorhandenen Hilfeleistungslöschfahrzeuge werden vom MSB in verschiedene Kategorien eingeteilt und die Fahrzeughersteller zum Bau dieser Normfahrzeuge zertifiziert. Daher findet man auch so gut wie keine ausländischen Aufbauhersteller in diesem Sektor. Zugelassen für BAS-Bilar waren bzw sind die Firmen Floby Flak, Autokaross, Sala Brand, Tollarp Kaross und Swedish Firebus. Seit kurzem auch der polnische Hersteller WISS Thoma.


    BAS I

    • Tankkapazität von 3.400 Liter, davon 3.000 Liter Wasser und 400 Liter Schaummittel
    • Pumpe mit einer Leistung von 3.000 l/min bei 10 bar, teilweise mit zusätzlichem Hochdruck
    • eingebauter Generator (sehr oft auf dem Dach) mit pneumatischem Lichtmast
    • hydraulischer Rettungssatz
    • Straßenfahrgestell

    BAS II

    • Tankkapazität von 2.000 Liter, davon 1.800 Liter Wasser und 200 Liter Schaummittel
    • Pumpe mit einer Leistung von etwa 2.000 l/min bei 10 bar
    • eingebauter Generator (sehr oft auf dem Dach) mit pneumatischem Lichtmast
    • hydraulischer Rettungssatz
    • Straßenfahrgestell

    BAS III

    • Tankkapazität von 3.400 Liter, davon 3.000 Liter Wasser und 400 Liter Schaummittel
    • Pumpe mit einer Leistung von 3.000 l/min bei 10 bar, teilweise mit zusätzlichem Hochdruck
    • eingebauter Generator (sehr oft auf dem Dach) mit pneumatischem Lichtmast
    • hydraulischer Rettungssatz
    • Allradfahrgestell

    BAS IV

    • Tankkapazität von 5.900 Liter, davon 5.500 Liter Wasser und 400 Liter Schaummittel
    • Pumpe mit einer Leistung von 3.000 l/min bei 10 bar, teilweise mit zusätzlichem Hochdruck
    • eingebauter Generator (sehr oft auf dem Dach) mit pneumatischem Lichtmast
    • hydraulischer Rettungssatz
    • Straßenfahrgestell

    BAS V

    • Hochdrucklöschanlage mit kleinem Wassertank (etwa 250 Liter)
      wie zum Beispiel ColdCut Cobra System oder Firexpress
    • Straßenfahrgestell
    • maximales Fahrzeuggewicht 3.500 kg auf Grund der Führerscheinbeschränkungen

    Die große Mehrzahl der beschafften Fahrzeuge sind Fahrzeuge vom Typ BAS I, selbst in den nördlichen und westlichen (eher gebirgigeren) Landesteilen, wo man mit sehr viel Schnee rechnen muss, verzichtet man bei der Mehrzahl der Fahrzeuge auf einen Allradantrieb. Neben den standartisierten Hilfeleistungslöschfahrzeugen, die in den meisten Fällen nur eine Besatzung von maximal 1 / 3 vorsehen, gibt es noch ein paar weitere mehr oder weniger standartisierten Fahrzeugtypen


    Tankbil

    • Tankkapazität von 8.000 Liter oder 10.000 Liter Löschwasser
    • teilweise zusätzlich noch bis zu 1.000 Liter Schaummittel
    • Pumpe mit unterschiedlicher Leistung
    • sehr oft ein auf dem Löschwassertank montierter Feuerlöschmonitor
    • Straßenfahrgestell

    Sehr oft gibt es keine "richtigen" Tankfahrzeuge, sondern es wird ein entsprechender Wechsellader mit einem Tankcontainer vorgehalten. Die Leistung der vorhandenen Pumpen variert sehr stark, auf Tankcontainern werden gerne Tragkraftspritzn von Metz/Rosenbauer oder Magirus verbaut, die dann eine Leistung zwischen 800 l/min und 1.500 l/min haben. "Richtige" Tankbil haben sehr oft Pumpen verbaut, die eine Leistung von 3.000 l/min bei 10 bar vorzuweisen haben.


    Tankbilar, egal ob als Wechsellader oder als richtiges Fahrzeug, werden fast ausschließlich mit einem dreiachsigen Straßenfahrgestell ausgeliefert, sehr oft mit einer gelenkten Hinterachse und der Achsformel 6x2. Bei vielen Feuerwehren werden auch zusätzliche Wassercontainer vorgehalten, die dann bei Waldbränden abgesetzt werden und so als Zwischenpuffer fungieren können.


    Terrängbil


    Neben den oben genannten Löschfahrzeugtypen gibt es dann noch das weite Feld der Terrängbilar, hier versammelt sich quasi alles, was ein Allradfahrgestell hat und auch abseits befestigter Wege eingesetzt werden kann. Neben handelsüblichen Pick-Ups werden hier auch hochgeländegängige Fahrgestelle (Mercedes-Benz Unimog, Hägglunds BV 206) verwendet. Die meisten dieser Fahrzeuge haben entweder eine normale Pumpe und Wassertank oder können entsprechend mit Tanks und tragbaren Pumpen kurzfristig ausgestattet werden. Teilweise haben die Fahrzeuge auch eine Hochdrucklöschanlage verbaut, was aber nicht die Regel ist.


    Hubrettungsfahrzeuge


    In Schweden gibt es keine Vorschrift, wie Hubrettungsfahrzeue auszusehen haben, daher verwendet man bunt gemischt sowohl Drehleitern (fast ausschließlich Metz/Rosenbauer sowie Magirus) als auch Teleskopmasten der verschiedenen Hersteller. Bronto Skylift und Vema Lift OY sind derzeit die Hersteller mit der größten vorhandenen Stückzahl aber auch Rosenbauer hat einige HRB B32 nach Schweden verkaufen können. In früheren Zeiten gab es auch noch Drehleitern der Firma Wibe-Lift, gerne als Kombinationsfahrzeug mit Wassertank und Pumpe.


    Räddningsbil / Gefahrgutfahrzeuge


    Richtige Rüstwagen sind in Schweden sehr selten, in Trollhättan wird ein ehemaliger FireBus dafür verwendet und in Örebro gibt es ein Räddningsbil sogar mit hydraulischem Kran am Heck. Auch Gefahrgutfahrzeuge sind in Schweden eher selten. In Byrsta hat die Nerikes Brandkår ein entsprechendes Fahrzeug stationiert und in Hovemantorp wurde vom RäddningstjänstenÖstra Kronoberg ein Koffer-LKW mit eintsprechendem Material ausgestattet. Die große Mehrzahl der Feuerwehren hat entsprechendes Material aber auf Anhängern verlastet, die im Einsatzfall vom Löschfahrzeug mit zur Einsatzstelle genommen werden.


    FiP-Bil / FiB-Bil


    FiP (första insatsperson) oder FiB (första insats befäl) sind Einsatzfahrzeuge, mit denen eine oder zwei Einsatzkräfte zusätzlich zum Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Einsatzstelle gebracht werden können. Diese Fahrzeuge sind sehr oft bei Deltids-Wachen vorhanden und werden sehr oft vom diensthaben Schichtführer mit nach Hause genommen. Allen gemein ist, dass diese Fahrzeuge sowohl bei medizinischen Notfällen, als auch allen anderen Einsätzen alarmiert werden und daher (meistens) sowohl eine medizinische als auch eine löschtechnische Grundausstattung an Bord haben.


    Medizinisch werden meistens AED sowie Sauerstoff und ein Notfallrucksack mitgeführt, die feuerwehrtechnische Beladung umfasst neben der persönlichen Schutzausrüstung meist etwas Kleinwerkzeug sowie Absperrmaterialien. Zusäzlich werden sehr oft, wie auch auf dem Löschfahrzeugen, sogenannte Löschgranaten mitgeführt, die in geschlossenen Räumen einen schnellen Löscherfolg sicherstellen sollen.


    Die verwendeten Fahrzeugtypen sind ganz unterschiedlich, oft werden PKW-basierte Kleintransporter (VW Caddy, Fiat Doblo, etc) oder Pick-Ups verwendet.


    So, das soll es erst einmal sein, bei Fragen gerne melden.


    Viele Grüße,
    Tobias