Beiträge von safety-officer

    Ja Sonderrechte hat man. Die hat aber auch die Müllabfuhr. Welche das im Einzelnen sind bleibt Interpretationssache des jeweiligen Gerichts. Also wer seine schwangere Frau ins Krankenhaus bringt darf etwas schneller fahren. Aber das Recht zum Überfahren einer roten Ampel erhält man in aller Regel nicht.


    *kopfschüttel*
    Sonderrechte haben grundsätzlich nur die in § 35 StVO genannten Organisationen, d.h. die zugehörigen Personen (nicht deren Fahrzeuge) und die genannten Fahrzeuge. Und diese Aufzählung ist abschließend.
    First-Responder oder Helfer-vor-Ort (sofern nicht mit einem Fahrzeug des Rettungsdienstes ausgerüstet) oder private Notfälle haben definitiv kein Sonderrecht nach § 35 StVO.


    Die Anfahrt zu einer Einsatzstelle mit Sonder- oder gar Wegerechten sollte grundsätzlich NIEMALS mit dem Privat-PKW erfolgen. Die eigene Fahrzeugversicherung deckt das nicht ab, da die Anfahrt keine private Nutzung ist. Das Risiko im Straßenverkehr ist enorm und man gefährdet zusätzlich andere Verkehrsteilnehmer. Der Betreiber sollte ein FR-Fahrzeug stellen. Dies kann dann als angemeldetes Einsatzfahrzeug auch Sonder- sowie Wegerechte wahrnehmen.
    Vertretbare Ausnahmen sind Dörfer in denen eine Anfahrt unter Beachtung der Verkehrsregeln erfolgen kann und die paar Kommunen die Privatfahrzeuge mit SoSi ausstatten (ist insgesamt aber auch fraglich)


    *kopfschüttel* Sorry, aber die Aussagen kann ich so nicht stehen lassen.
    Wird bei einem HvO-Einsatz oder First-Responder-Einsatz ein privates Fahrzeug eingesetzt, geschieht dies auf Veranlassung des Auftraggebers, sprich der Organisation. Damit greift u.a. § 670 BGB. Hilfsorganisationen haben in der Regel eine Zusatz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die Eigenschäden des Mitarbeiters bei einsatzbedingten Tätigkeiten abdeckt. Dazu zählen auch Schäden am Kraftfahrzeug. Für Fremdschäden kommt grundsätzlich die eigene KFZ-Haftpflichtversicherung auf.


    Ein so genanntes "First-Responder-Fahrzeug" ist in den einschlägigen StVO bzw. StVZO-Paragraphen nicht erwähnt. Grundsätzlich können natürlich Fahrzeuge des Rettungsdienstes (fallen unter § 35 StVO und § 38 StVO) oder des Katastrophenschutzes (als FR-Fahrzeug nur § 38 StVO) eingesetzt werden. Spezielle FR-Fahrzeuge, die weder der einen noch der anderen Fahrzeugart zuzurechnen sind, können je nach Landesrecht oder im Rahmen einer Einzelabnahme zulässig mit Sondersignalanlage ausgestattet werden. Dies berechtigt aber nur zur Nutzung von § 38 StVO in den dort genannten Fällen.


    Ausstattung meinte ich gar nicht mal unbedingt rettungsdiensttechnisch. Ich denke ein recht simpler Notfallrucksack + AED hilft schon ne Menge. Wenn man nett ist kommt noch etwas Sauerstoff drauf. Also keine riesige Ausstattung. .... Also die gesamte medizinische Ausstattung würde in einen Rucksack passen. Das reicht in fast allen Fällen auch (bis auf die ganz wenigen FR die eine richtige medizinische Fachausbildung haben - aber die bleiben eine Ausnahme).

    Sauerstoff ist, wenn AED dabei, eigentlich ein "Must-Have". Und alles notwendige passt in einen Rucksack.


    Es geht letztendlich nur um Ersthilfe und die Unterstützung des RD und nicht um den Ersatz eines NEF...

    Korrekt. First-Responder oder Helfer-vor-Ort sind "eine Einrichtung der organisatierten Ersten Hilfe". Werden diese eingesetzt, um (wie in manchen Rettungsdienstbereichen üblich) Defizite in der rettungsdienstlichen Organsiation auszugleichen, läuft etwas grundsätzlichen schief.


    Natürlich kann man theroetisch auf ein Einsatzfahrzeug verzichten. Ist aber nur in Ausnahmen sinnvoll. Nämlich dann wenn der FR wirklich nur ein kleines Dort abdeckt. In den meisten Fällen decken die aber nicht nur das eigene Dorf sondern auch ein paar umliegende Orte mit ab. Ein Fahrzeug ist also notwendig. Und da macht das Einsatzfahrzeug Sinn. Offiziell wird zwar niemand fordern einen bestimmten Fahrstil an den Tag zu legen. Aber wer fährt bei der Alarmierung zur Reanimation ganz ordentlich nach Stvo zum Nachbarort mit dem Wissen, dass der RTW 20min braucht?

    Wenn ein FR oder HvO mehr als 4-5 Minuten Anfahrt (StVO-gemäß) zum Einsatzort hat - ab Alarmierung, stimmt das System nicht, weil wenig effektiv. Man sollte dann überlegen, ob eine andere Einsatzorganisation bzw. anderes Einsatzsystem mehr Sinn machen würde.

    Spannend wäre mal zu erfahren wie sich der Inhalt des Kofferaumes bei einem Unfall mit Überschlag verhält...

    Das Zeugs in dem Fahrzeug ist 'Ladung', und da muss das Zeugs halt bei einer Blockierbremsung und bei schnellen Schlenkern am Platz bleiben, mehr nicht. Unfälle, Überschläge zählen nicht. Nach vorne ist mit (so wie es aussieht, vom KFZ-Hersteller angebotenen Gitter gesichert, auch wenn das alles eher nach 'loser Schüttung' als nach qualifizierter Ladungssicherung aussieht.


    Wenn ich mir so die Befestigung der LIFE-Base IV anschaue frage ich mich warum wir bei Weinmann eigentlich mit Traggeplattenhalterungen Crashtests durchführen lassen.

    Weil eine EN es fordert?! Und weil es so nette ECE-Richtlinien wie die R21 für im Fahrgastraum befindliche Teile in PKW gibt?! [vain]
    Wobei manche Anbieter Fahrzeug-Regaleinrichtungen etc wohl mangels Vorgaben in Anlehnung an die ECE R 44 (Rückhalteeinrichtungen für Kinder) testen.


    Innenausbauten in PKW und Transportern unterhalb der 3,5 t zGM sind eh so ein Zündstoff-Thema. Besonders dann, wenn der Innenausbau vom örtlichen Schreiner oder Sprengler gemacht wird.
    Teils sind ja noch nicht einmal (über die offizielle Dienstschiene) Aussagen vom Fahrzeughersteller zu (zugelassenen) Befestigungspunkten, der Belastbarkeit vorhandener Zurrpunkte, usw. zu bekommen.


    Und da kommt wieder der im Eingangsbeitrag erwähnte 'Unternehmer' ins Spiel. Er muss als 'Fahrzeughalter' ein für die Transportaufgabe geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellen und dafür sorgen, das die 'Ladung' auch anständig - dem Stand der Technik nach - gesichert werden kann.
    Leider wird aber in der Branche viel zu selten von den netten Kollegen kontrolliert ...

    Diese Zeichnungen werden im Regelfall maßstabsgerecht mit einem CAD-Programm erstellt.


    Ähnliche Ergebnisse lassen sich, sofern du auch die Beladung zusammenbastelst :) mit dem Freewareprogramm 'Inkscape' oder Programmen wie CorelDraw erstellen.


    Viel Spaß beim Ausprobieren!


    Meine ganz persönliche Meinung: wenn du keinerlei Erfahrung hast, mach' es besser von Hand auf Papier - geht für's Erste schneller.

    Hallo zusammen,


    Das ADR 2013 hat mit der neuen SV 363 auch gleich Handlungsbedarf erzeugt - nunja, bis 30.06. ist noch Zeit.


    Geräte und Maschinen mit einem Kraftstoff-Tankinhalt > 60 Liter können nicht mehr unter der Freistellung nach ADR 1.1.3.1 Buchst. b) transportiert werden.
    Die Geräte und Maschinen müssen gemäß den Vorgaben der SV 363 mit Labeln gekennzeichnet werden.
    Betroffen sind aus dem Bereich der Hilfsorganisationen in erster Linie NEA, daneben auch Kompressoren und Groß-Heizgeräte.


    Meine Frage:
    Ich bin für eine interne Veröffentlichung meiner HiOrg auf der Suche nach (kostenfreien) Bildern von bereits korrekt gekennzeichneten Geräten/Maschinen.


    Kann mir da ggf. jemand aus der Klemme helfen?

    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Landesverband Baden-Württemberg e.V., ist mit seiner Informations-Reihe "AiD - Arbeitsschutz im DRK" jetzt auch auf Facebook vertreten. Damit macht der DRK-Landesverband seinen monatlich erscheinenden Newsletter zum Arbeitsschutz einem breiten Publikum zugänglich.


    Die redaktionellen Inhalte der Informationsreihe ergeben sich aus Ereignissen, Anfragen und Problemen aus der Basis und sind auf die Mitarbeiter im Ehrenamt abgestimmt. Literaturhinweise sind ebenso enthalten wie interessante Quellen, Internetlinks zum Thema oder auch wichtige Kurzmeldungen. Speziell für Führungs- und Leitungskräfte wird die "AiD - Information" thematisch abhängig ergänzt mit Checklisten und Arbeitshilfen zur Überprüfung der eigenen Arbeitsschutzmaßnahmen.
    Bekannt gewordene Ereignisse, Unfälle und Beinaheunfälle, die auf die ehrenamtlichen Tätigkeitsfelder unmittelbar Einfluss haben, werden präventiv durch den "AiD - Gelbe-Karte-Brief" dargestellt und mit Handlungsempfehlungen verbunden.


    https://www.facebook.com/AIDArbeitsschutzImDrk

    Diese Art Fahrzeuge (hab ich selbst jahrelang gefahren), waren halt in erster Linie für den Zivilschutz, respektive Verteidigungsfall gedacht.
    Es ging halt damals (TM) in dieser Situation darum, eine große Anzahl Verletzter transportieren zu können, die Qualität war Nebensache. Hauptsache: raus.
    Dafür waren die Fahrzeuge optimal.

    Die "Reklame" ist doch recht weit verbreitet. Insbesondere lokale Betriebe nutzen sowas gerne. Kann man ja anbieten ab einer Spende von X€ wird man namentlich auf dem RTW verewigt.

    Dem stehen bei den meisten Organisationen Sponsoring-Bestimmungen entgegen oder schränken die Möglichkeiten ein.
    Ist auch sinnvoll, ein Rettungswagen soll doch auch als Rettungswagen erkennbar sein.

    Habe gehört, dass der Bund 2 LKW Führerscheine bezahlt


    Richtig. Nachzulesen in den Bewirtschaftungsrundschreiben auf der Homepage des BBK.
    Reicht auch aus, da 2 Kraftfahrer als Doppelbesetzung nach StAN angesetzt sind.


    ... und das entsprechende Bundessland auch 2, damit genügend BCE Führerscheine vorhanden sind.


    Davon ist mir nichts bekannt.


    Wie gut, dass man erst Fahrzeuge beschafft / ausschreibt und sich erst danach Gedanken darüber
    macht, wie man die Teile dann bewegt. :-aua


    Wieso?
    Der Bund zahlt seit vielen Jahren für seine Zivilschutzfahrzeuge die notwendigen Führerscheine bzw. entsprechende Erweiterungen - für die geforderte Doppelbesetzung.
    Wenn die Länder oder gewisse Organisationen oder Kommunen mit ihren (Katastrophenschutz-)Beschaffungen das versäumen, ist das kein Problem des Bundes, des GW-San (Bund) oder der MTF.

    Gerade im Ehrenamt halte ich das Problem der Lärmbelastung vor weit weniger wichtig als bei den Kollegen des Hauptamt, denn wie oft fährt denn das Ehrenamt mit Einsatzfahrt?
    Ich rede jetzt übrigens von SEG, THW und Co ... definitiv nicht von ehrenamtlichen Besatzungen regulärer Rettungsmittel, bei letzteren gelten sicherlich die Vorgaben für das Hauptamt.


    Brennt Feuer für Ehrenamtliche weniger gefährlich? Sind Gefahrstoffe für Ehrenamtliche weniger gefährlich?
    Reagiert das Gehör bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit weniger empfindlich auf Lärm?


    Denke eher nein, oder?


    Warum also im Ehrenamt weniger Schutz als im Hauptamt?
    Wenn jemand den Tag über in seinem Job an der Grenze der Lärm-Zulässigkeit gearbeitet hat, kann (und wird) die eine Sondersignalfahrt über der Belastungsgrenze die Haarsinneszellen im Innenohr schädigen - > Hörverlust. Zunächst sicher unbemerkt, aber mit der Zeit ....

    Moin,


    Was "summiert" sich da? Funk+Fahrgeräusch ergibt nicht "ist lauter", denn es zählen die Spitzenwerte. "Funk ist laut" + "Horn ist laut" ergibt nicht 2x laut.....

    Es zählen nicht die Spitzenwerte, es zählt der Beurteilungspegel.


    Die jeweiligen Schallquellen überlagern sich (Pegeladdition).


    Mal ein ganz einfaches Beispiel:
    Innengeräuschpegel des Fahrzeugs: 80 db, kommt der Funk mit 80 db dazu, macht das zusammen rund 83 db (d.h. also ungefähr 1,23 -fach "lauter")


    Schaltest du jetzt das Horn dazu, bist du schneller im kritischen Bereich, als du gucken bzw. hören kannst.


    Und genau aus dem Grund ist es wichtig, die Lärmbelastung im Fahrzeug bei Einsatzfahrten zu ermitteln und durch entsprechende Maßnahmen ggf. zu reduzieren.


    Gibt es diesbezügliche Untersuchunge welche Lärmbelästigung ich so über den Arbeitstag hinweg habe?

    Diese Frage solltest du deiner Fachkraft für Arbeitssicherheit und deinem Betriebsarzt stellen.
    Die müssten eigentlich die Lärmbelastung im Rahmen ihrer Gefährdungsbeurteilung ermittelt haben.

    Da nunmal für gewöhnlich ein E-Horn vorhanden ist, kann der Fahrer selbst entscheiden wie laut er/sie es denn gerne hätte. Und die freiwillige Feuerwehr sollte sowieso nicht das Lärmkonto auf Einsatzfahrten ausreizen...

    Nur mit dem Horn ist es nicht getan ...
    Funk, Gespräche, Motorgeräusch ... das alles summiert sich zu einem entsprechenden Lautstärkepegel und damit kann die tatsächliche Belastung während der Einsatzfahrten nur durch eine entsprechende Messreihe bestimmt werden.
    Das tief montierte Horn kann somit nur Teil eines entsprechenden Maßnahmepaketes zur Geräuschdämmung in den Fahrzeugen sein.


    Gerade im Ehrenamt halte ich eine kumulative Betrachtung der Lärmbelastung (also Lärmbelastung Beruf + Lärmbelastung Ehrenamt) für sehr sinnvoll und notwendig.

    Es sind somit je nach Einsatzfahrzeug (Häufigkeit der Einsatzfahrten/Schicht) durchaus Werte von 92-95dB/A zulässig. Das "vorauseilende Gehorsam", mit dem manche Ausbauer aber auch Beschaffer Hörner im Grill/Stosstange bauen bzw. fordern ist in Hinblick auf die Arbeitsplatzvorschriften teilweise garnicht nötig.

    Hi,


    Diese Vorgehensweise wäre nur dann möglich, wenn du die die Anzahl und Dauer der Einsatzfahrten mit Hornnutzung pro Schicht mit hinreichender Genauigkeit kennst.
    Damit belibt dir im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung bei BOS/Rettungsdienst nur die Möglichkeit, durch technische Maßnahmen den Innenraumwert auf bzw. unter die genannten 80 dB(A) zu senken.


    Ansonsten könnte es passieren, das du bei informierten Mitarbeitern folgenden Dialog hörst:
    LSt: "Einsatz für den 1-82-1, Internistischer Notfall"
    FzG: "Negativ, unser Lärmkonto ist voll!"
    :D

    Die DIN EN1789 sieht natürlich nur Tragen vor. Allerdings stellt sich die Frage ob ein Krankenhausbett in dem Sinne nicht auch als Trage zu sehen ist. Wo liegt der prinzipielle Unterschied zur Trage?


    Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Produkte mit völlig unterschiedlichen Anforderungen an die Verwendung, an die Stabilität und natürlich die Sicherheit.
    Dies heisst auch, das beim CE-Konformitätsbewertungsverfahren völlig unterscheidliche Normen zur Geltung kommen.


    Krankenhausbetten bzw. heute Pflegebetten: EN 60601-2-52, bzw. ältere Ausführungen EN 1970 bzw. EN 60601-2-38 und natürlich entsprechende harmonisierte Normen.
    Krankentragen: EN 1865 bzw. DIN13024, anwendbar sind auch harmonisierte Normen.
    Hinzu kommt für Krankentragen auch noch zusätzlich die DIN 13073 für die Halterung in den Fahrzeugen.


    "Krankenwagen" mit Trage gibt es nur deshalb, weil die europäischen Zulassungs-Richtlinien nur für diesen speziellen Fahrzeugtpy und dessen Einrichtungen Ausnahmen vorgesehen haben.


    Liegeplätze in Führerhäusern bzw. Omnibussen sind eine ganz andere Baustelle -> ECE R 29 (für gewerblich genutzte Fahrzeuge auch BGV D29 und BGR 136)
    die Benutzung von Liegeplätzen in Omnibussen ist während der Fahrt untersagt -> § 35 i Abs. 2 StVZO


    Und mit deinem letzten Satz liegst du im Regelrettungsdienst in jedem Fall richtig. :thumbup:

    Für ein "rechtlich nicht zulässig" habe ich keine Anhaltspunkte gefunden.


    Grundsätzlich gilt, ich denke da sind wir uns einig, § 30 Abs. 2 StVZO.
    Für die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen für den öffentlichen Straßenverkehr gilt (unter anderem) 2007/46/EG mit den zugehörigen Einzelrichtlinien, 70/156/EWG und 92/53/EWG, daraus speziell für Krankenkraftwagen der Anhang XI (regelt wie und in welchem Umfang von den Einzelvorschriften abgewichen werden darf).
    In keiner der Richtlinien, auch nicht in den Einzelrichtlinien, finde ich Aussagen zu KH-Betten.


    Damit ist eine Typgenehmigung, auch als Einzelgenehmigung - als Voraussetzung für die Zulassung zum Straßenverkehr - für einen Patient-im-Bett-Transporter auf diesem Weg nicht zu bekommen.


    Als einzige Möglichkeit ist für Feuerwehren die Anwendung von § 70 Abs. 4 StVO denkbar (und wird offenbar auch so praktiziert), ich bezweifel jedoch, das der Gesetzgeber dies ursprünglich so in dieser Form gedacht hat.


    Insofern bleibe ich bei meiner obigen Aussage.



    Bei reinen innerbetrieblichen Patient-im-Bett-Transportern auf Privatgelände ist eine Typgenehmigung - und eine Zulassung zum Straßenverkehr - natürlich nicht erforderlich; es sind nur die allgemeinen Richtlinien zum Schutz von Beschäftigten/Patienten/Besuchern anzuwenden.

    Da sich hier langsam eine Diskussion über Sinn und Unsinn sowie technischer Möglichkeiten entwickelt, komme ich nochmal zum Kern der Frage zurück und ziehe eine Zwischenbilianz:
    Bettentransport im ITW/Rettungsdienst ist möglich, wird aber so gut wie nicht durchgeführt !
    Richtig ?


    Ich würde es anders formulieren:
    Ein Patiententransport im KH-Bett ist technisch (und rechtlich) eigentlich nicht zulässig, wird aber trotzdem in Einzelfällen durchgeführt.

    Haben die alle super-duper-spezial-Rollstühle die mit dem Fahrzeug verschweißt werden können ? Der werden doch auch einfach (im besten Fall !) Rollibremse angezogen und Gurte um tragende Rolliteile gelegt und kreuzweise in Airschienen verankert, oder wie mach man das heute ?


    Stand der Technik (seit mehr als 10 Jahren!) ist der so genannte "Kraftknoten". -> Lesetipp



    Ein Tranport von Patienten im Bett ist nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht mit der notwendigen und geforderten "Sicherheit" für den Patient (mangels geeigneter Sicherungsmöglichkeiten) machbar.

    Mein ich das nur, oder ist die Beladung "kreuz und quer" verlastet? Und ich bin mir auch nicht sicher, dass die Lattung als Zurrpunkt zugelassen ist...

    Hmm - ich sehe bei dem genannten Bild nichts von einer qualifizierten Ladungssicherung nach dem "Stand der Technik" ... (VDI 2700 bzw. DIN EN 12195-1).
    Sollte aber nicht unser Problem sein, ist ein Problem der Verantwortlichen (vgl. u.a. §§ 22,23 StVO, § 31 StVZO).
    Sprich Fahrer, Verlader bzw. der Verantwortliche der Ladearbeiten, der Auftraggeber (z.B. Zugführer oder Gruppenführer) und der Halter (i.d.R. der Geschäftsführer) dürfen nach einer Kontrolle oder gar einer Gefährdung durch rutschende Ladung oder einem dadurch verursachten Unfall den Geldbeutel weit öffnen.
    Die Geldbußen und Punkte für 'ne fehlende LASI sind nämlich nicht ohne - kommen Personen zu Schaden, droht durchaus Knast (u.a. wegen §§ 303, 223, 315b StGB)


    Ist auch noch nicht sauber gesichertes Gefahrgut drauf (z.B. reicht ein schlecht gesicherter Sprit-Kanister) wird es richtig teuer. Da sind für die bereits zuvor genannten Verantwortlichen schnell ein paar Hunderte drin. Bei Gefährdung auch durchaus so ein bis zweieinhalb Tausend, alles zuzüglich 3 Punkten. (nein, nicht Payback, die in der Verkehrssünderkartei).


    Das Problem an den Kisten ist, das hinten keine LaBo dran ist und deswegen alles einfach irgendwie hinten drauf kommt und dann auch nicht in großen Boxen oder Containern sondern alles wie auf dem Bild in irgendeiner Art "lose" drauf verlastet wird.

    Sorry, aber das ist nicht dein Ernst, oder?
    So etwas wie auf dem Bild kommt nicht durch eine fehlende Ladebordwand, sondern durch Dummheit und Ignoranz.
    Sprich: fehlende Ladekonzepte, fehlende oder unzureichende Ladehilfsmittel und Ladesicherungsmittel, fehlende Schulung der Beteiligten.


    Bei uns wurde zum Beispiel als es Anfang 2010 vom Bund in unseren Besitz übergegangen ist als erstes eine Ladebordwand nachgerüstet.

    Nett, auch für eure Leute. Schont den Rücken.
    Aber ihr habt nach dem Umbau sicher auch die Lastverteilungspläne entsprechend korrigiert.
    (Da hätte ich nämlich dann Interesse dran.)