Beiträge von safety-officer

    zudem müsste der Mitarbeiter/in die Technik kennen

    Der Schulungsaufwand für jeden MA wäre enorm.


    Leute, Leute, ...


    Zitat von "StVZO"

    §31 Verantwortung für den Betrieb der Fahrzeuge
    (1) Wer ein Fahrzeug oder einen Zug miteinander verbundener Fahrzeuge führt, muß zur selbständigen Leitung geeignet sein.
    (2) Der Halter darf die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn ihm bekannt ist oder bekannt sein muss, dass der Führer nicht zur selbstständigen Leitung geeignet oder das Fahrzeug, der Zug, das Gespann, die Ladung oder die Besetzung nicht vorschriftsmäßig ist oder dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung leidet.

    Noch Fragen?
    Wenn ein Mitarbeiter nicht in der Lage ist, die laut Fahrzeug-Betriebsanleitung notwendigen Kontrollen in den vom Unternehmer festgelegten Zeitabständen sorgfältig und mit der notwendigen Zuverlässigkeit durchzuführen, ist er ganz einfach für diese Tätigkeit zunächst einmal nicht geeignet. Bessert sich das Verhalten durch eine entsprechende Unterweisung nicht, darf diese Person schlicht und ergreifend nicht mehr eingesetzt werden. So einfach ist das.


    safety first - beginnt schon in der Wagenhalle !

    Das als Plakat mit einem durch Radverlust demolierten RTW in den Zugang zur Wagenhalle hängen mit dem Zusatz "Alles gecheckt?" ... :)


    Da wir es grad' von Pflege und Wartung haben, die Ursache für den Radverlust des Berg.-Gladbacher Rettungswagen steht fest:

    Zitat von "rundschau-online.de"

    Eine verrostete Felge trägt die Schuld daran, dass es zu dem Unfall des Gladbacher Rettungswagen vor dem Krankenhaus Holweide gekommen ist. Das teilte die Presseabteilung von Mercedes gestern der Bergischen Landeszeitung mit. Gemeinsam mit dem Kunden, also der Feuerwehr, und Vertretern des Kreises sei der Sprinter untersucht worden. Es liegt eindeutig eine Korrosion der Felge vor, so der Kommentar. Die Korrosion sei derart stark gewesen, dass es nicht mehr möglich gewesen sei, die Schrauben richtig festzuziehen. Es handelte sich eindeutig um einen Fehler der Wartung und Pflege. Die Felgen hätten ausgetauscht oder rechtzeitiger gesäubert werden müssen.

    Dies passt perfekt in das bisherige Gesamtbild der Ereignisse. Ich denke, jeder weitere Kommentar dazu ist überflüssig.

    Ursache der losen Radmuttern und verlorener Räder sind aus meiner Sicht in erster Linie auf unzureichende Kontrollen der Fahrzeuge auf Verkehrs- und Betriebssicherheit vor Arbeits- bzw. Schichtbeginn zurückzuführen.


    In zweiter Linie könnte es sich um ein technisches Problem handeln, das bisher bei Fahrzeugen des Typs "Sprinter" mit der FIN "WDB 906 ..." beobachtet wurde.
    Bei diesen (und ggf. Fahrzeugen mit gleichen Bauteilen wie VW Crafter, Atego) kommt es offenbar zu einer erheblichen Korrosion der Radbolzen, was in der Folge zum Lösen der Radmuttern und ggf. sogar zum Bruch des Bolzens führen kann. Auch die Radmuttern (mit beweglicher Scheibe) können korrodieren und sich in Folge beim Betrieb lösen.


    Laut Mercedes (noch keine offizielle Aussage) ist dies kein Problem; die Fachwerkstätten seien angewiesen, bei der jährlichen Inspektion diesen Umstand zu kontrollieren und die betroffenen Teile rechtzeitig auszutauschen.


    Der "Schwarze Peter" liegt demnach eindeutig beim Betreiber der Fahrzeuge:
    Vor Arbeits- bzw. Schichtbeginn muss der verkehrs- und betriebssichere Zustand der Fahrzeuge kontrolliert werden,
    idealerweise in Anlehnung an die BGG 915 . -> Muster-Checkliste


    Tipps für eure Sicherheit:

    • Bei täglich eingesetzten Fahrzeugen die Radmuttern / Radschrauben mindestens wöchentlich mit einem Drehmomentschlüssel und dem passend eingestellten Drehmoment auf festen Sitz zu kontrollieren. Sollten sich lösende Radmuttern auffallen, das Fahrzeug in einer Werkstatt kontrollieren lassen. Bei selten genutzten Fahrzeugen einen monatlichen Radmutterncheck durchführen. Je nach Situation kann auch die Überprüfung nach jeder Nutzung sinnvoll sein.
    • Auch nach einem Reifenwechsel sollte der feste Sitz von Radmuttern / Radschrauben kontrolliert werden, nach 50 km sowie zusätzlich nach 200 km Fahrstrecke. Dafür ebenfalls einen Drehmomentschlüssel mit richtig eingestelltem Wert verwenden.
    • Bei ungewöhnlichen Fahrgeräuschen (Klackern, rumpeln) sofort anhalten und Räder / Reifen kontrollieren. Gleiches gilt natürlich auch, wenn das Fahrzeug auf
      einmal ein ungewöhnliches Fahrverhalten zeigt. Sind Muttern / Radschrauben verloren gegangen, Fahrzeug abschleppen lassen, auf keinen Fall weiterfahren!

    Zur Erleichterung der Kontrolle könnten auch so genannte "Radmutterindikatoren" eingesetzt werden, die ein Lösen von Radmuttern / Radschrauben optisch anzeigen. Gibt es für kleines Geld ab SW19 im einschlägigen Fachhandel.


    [Blockierte Grafik: http://www.arbeitsschutz-im-ehrenamt.de/system/html/Radmutterindikator-6e6413a2.jpg]

    Naja ...
    So mal aus dem Nähkästchen geplaudert ... gerade wenn auf Rettungswachen ein Reifenwechsel in Eigenregie durchgeführt wird, kommt es durchaus mal zu Problemen. Ist mir auch schon passiert, das Auto wurde nach der Abfahrt von der Wache immer lauter ... geguckt, Radmuttern lose. Kollege hatte die Teile nur "handfest" angezogen, ist zum Einsatz raus aber ohne irgendjemand etwas zu sagen ...
    Und bei Werkstätten, auch da sind die durchgeführten Arbeiten nicht immer das Gelbe vom Ei, z.B. Radmuttern mit 200 Nm angeknallt statt mit den vorgeschriebenen 80 Nm ...


    Was aus meiner Sicht fehlt und derartige Probleme zumindest teilweise wenn nicht weitgehend ausschließen würde, wäre die altbekannte "Abfahrtskontrolle" nach BGG 915, die für gewerblich genutzte Fahrzeuge vor Arbeitsbeginn vorgeschrieben ist. Ich persönlich kenne keine Rettungswache, die dies tatsächlich umfassend, z.B. anhand einer Checkliste, praktiziert und den Mitarbeitern auch tatsächlich vor Schichtbeginn die dafür notwendige Zeit einräumt. Das Einsatzmaterial wird penibel geprüft, und das Fahrzeug?

    Da die Firma ja kein Rettungsdienst im eigentlichen Sinn ist, dürfen die Fahrzeuge ja wohl nur ein Blaulicht haben, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung haben. Und angeblich haben sie diese in NRW nicht...?

    Hat eine zuständige Behörde in einem Bundesland für ein Fahrzeug eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO erteilt, ist diese auch bundesweit gültig.

    Medic One ist für Medikamenten-, Organ- und Materialtransport zuständig und somit dem Rettungsdienst zugehörig.


    Mutige Aussage ... :D
    Dabei ist doch in der Vergangenheit bereits mehrfach höchstrichterlich bestätigt worden, das derartige Fahrzeuge definitiv nicht dem Rettungsdienst und damit dem Berechtigtenkreis nach StVO / StVZO angehören. (u.a. OVG Koblenz, 7 A 11623/00 - OVG NRW, 8 A 5229/04 - u.v.a.m.). Es kann zwar eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO beantragt werden, die Genehmigung liegt jedoch im Ermessen der zuständigen Behörde - und Sonderrechte nach § 35 StVO gibt's auch nicht ...

    Nur wofür sind die riesen Scheinwerfer vorne ?

    Das sind schwedische Fahrzeuge ... unendliche Weiten erfordern gutes Licht ... :)



    Ich bin sowieso der Ansicht, dass unsere RTW in Deutschland noch viel zu unauffällig sind. Viele fahren ja noch in weiß mit ein paar Streifen und so Zwergfunzeln rum. Man sollte die Fahrzeuge endlich so kenntlich machen, dass sie allein von der optischen Aufmachung her, sofort als Einsatzfahrzeug erkannt werden können. Zumindest bei RTW und höher wäre es auch nicht schlecht, wenn von dieser Blaulicht-Sparerei abgesehen würde. Bei den Amis, bei den Inselaffen und auch in fast jedem anderen Land, verfügen die Fahrzeuge über einen vernünftigen Balken, Frontblitzer, Heckblitzer und Intersectionlights. Bei uns in deutschland wäre es ja schon mal 'n Fortschritt, wenn man bei allen Fahrzeugen Frontblitzer und Heckblitzer, sowie nen anständigen Balken auf die Autos basteln könnte.
    Gerade die Heckabsicherung finde ich enorm wichtig und einen Punkt, wo man auf gar keinen Fall sparen darf. Wer mal auf einer mehrspurigen Straße stand und die Autos links an einem vorbei zischten oder sogar bis kurz vor's Fahrzeug fuhren und dann erst ausscherten, wird verstehen was ich meine.

    Das, was in der StVZO in § 52 Abs. 10 zu finden ist "... horizontale Streifen in leuchtrot nach DIN 6164 ..." war der größte gemeinsame Nenner, auf den sich die Länder im BLFA einigen konnten.
    Es ist schon ein riesen, fast unglaublicher Fortschritt, das man sich dort auf die Verwendung von Konturmarkierung (ECE-R 104) und Heckwarnanlagen für Alle Einsatzfahrzeuge einigen konnte - im Gegensatz zu dem Vorstoß mindestens 1 Landes, auch die Markierungen nach DIN 14502-3 für zulässig zu erklären.
    Zuständiger Ansprechpartner in deinem Bundesland ist das zuständige Ministerium .... :D


    Ich bilde mir aber ein, dass viele Hauptamtliche mehr Erfahrung bei solchen Veranstaltungen haben und vielleicht sogar Wege kennen, um ohne Horn durch die Menge zu düsen.

    Wenn du meinst ... [rofl] SCNR

    Ganz interessante Diskussion hier ...
    Allerdings habe ich ein wenig den Eindruck, das einige kleine, aber entscheidende Dinge in dieser Diskussion völlig untergehen.


    Die europäische Norm (DIN) EN 1789 unterscheidet im Rahmen der vier unterschiedlichen Typen von Krankenkraftwagen neben den Typen A1 und A2, "die für den Transport eines oder mehrerer Patienten auf Krankentrage(n) oder -sessel(n) geeignet sind", einen Notfallkrankenwagen (Typ B), "der für den Transport, die Erstversorgung und die Überwachung von Patienten konstruiert und ausgerüstet ist." und einen Rettungswagen (Typ C),"der für den Transport, die erweiterte Behandlung und Überwachung von Patienten konstruiert und ausgerüstet ist."


    Die (DIN) EN 1789 stellt den "anerkannten Stand der Technik" dar und beinhaltet die Forderung nach einem visuellen und akustischen Warnsystem entsprechend der nationalen Vorschriften.


    Diese nationalen Vorschriften sind in Deutschland die Bestimmungen der StVZO, in der klar geregelt ist, das Fahrzeuge, die dem Fahrzeugschein nach als "Krankenkraftwagen" anerkannt sind (Zulassungsrecht!) legal mit einer Sondersignalanlage ausgerüstet werden dürfen.


    Es stellt sich also gar nicht die Frage nach der Notwendigkeit von SoSi auf KTW .... Einzig die Gesetzgebung und die Zulassungspraxis der (DE-)Länder kann hier konkretisieren und/oder einschränken. Und genau das wird ja gemacht.
    Natürlich kann durchaus die Praxis hierfragt werden - aber dazu ist, glaube ich, der entsprechende Bund-Länder-Fachausschuss die bessere Stelle ... :paintball:

    Der Bundesrat hat vergangenen Freitag (05.07.2013) der Änderungsverordnung zugestimmt.


    Mit der Unterzeichnung durch den Verkehrsminister und der Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt kommen dann also einige Änderungen auf uns zu.


    Unter anderem bekommen damit Polizeifahrzeuge Yelp+Rotblitz als Anhaltesignal - aber ohne gleichzeitiges Blaulicht (viel Spaß beim Umprogrammieren), Einsatzfahrzeuge dürfen mit Heckwarneinrichtungen ausgerüstet werden (Betrieb nur im Stand oder bei Schrittgeschwindigkeit),
    Einsatzfahrzeuge der EG-Fahrzeugklasse M1 und Fahrzeuge unter 6 m Länge dürfen mit Konturmarkierung / Streifenmarkierung nach ECE-R 104 versehen werden,
    die Warnwestenpflicht für private Kraftfahrzeuge greift ab 01.07.2014 und
    Fahrräder dürfen endlich auch mit Akku- oder Batterieleuchten ausgerüstet werden.

    Aus meiner Sicht fehlt da noch etwas:
    Nummer 4: Die Verantwortlichen der Stadt Aken hätten wissen müssen, das eine Anforderung im "Katastrophenfall" im Landkreis grundsätzlich über die höheren Verwaltungsebenen zu laufen hat.
    Nummer 5: Die Verantwortlichen der Stadt Aken hätten wissen müssen, das die eigenen Hilfskräfte nach einer gewissen Zeit "fertig" sind und hätten sich rechtzeitig(!) um Ablösung bemühen müssen.

    Dann schiebe ich mal ganz schnell die Quelle nach:


    "48. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften" - BR-DrS 445/13


    Das Anhaltesignal ("Yelp" und rotes Blinklicht) darf allerdings nicht zusammen mit dem Blaulicht betrieben werden.


    Aber auch für andere Einsatzfahrzeuge kommen Änderungen, anderes wird natürlich auch geändert; in Kürze:


    Das "Blaulicht" für Einsatzfahrzeuge der BAG und des Luftfahrtbundesamtes werden legalisiert (keine Ausnahmegenehmigung mehr erforderlich);
    An Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht soll generell eine Heckwarnanlage zulässig sein (mit 3 syncron blinkenden Leuchten);
    und an allen Einsatzfahrzeugen (auch mit weniger als 6 m Länge) sollen Konturmarkierungen nach ECE 104 zulässig sein.

    ihr könnt euch sicher sein, dass das was verbaut ist auch so in der Zulassungsbescheinigung steht.

    Ich sach da jetzt mal besser nix ... [cencored]


    Es gibt diesen schönen Spruch von den schlafenden Hunden, die man nicht wecken soll.
    Eigentlich ist es doch besser, dafür zu sorgen, das die schlafenden Hunde erst gar nicht geweckt werden können, indem man, ganz primitiv gesagt, die gesetzlichen Grundlagen einhält.


    Denn sonst könnte tatsächlich das hier passieren:

    Kleiner Tipp: Vielleicht sollte so mancher hier die zuständige Behöre mal auf ihre Verfehlungen aufmerksam machen.

    Auf das dann folgende Geschrei, so in Richtung Ehrenamt kaputtmachen und so, kann man doch gerne verzichten, oder?


    Professionalität ist das Stichwort, auch und gerade im Ehrenamt.

    Gut aufmerken, wir sind keine Kollegen!


    Ich bitte um Verzeihung, das ich "Kollege" nicht mit dem Ironie-Tag versehen habe. Ich hoffe, Sie sehen mir das noch einmal nach.


    Und sowas kannst Du nicht in deinen ersten Post schreiben, sondern musst anderweitig rumföhnen?!
    Bringt doch einmal bitte das Wissen gleich fundiert auf den Punkt und blubbert nicht immer am Thema vorbei. Aber gut, so ist das eben inzwischen!
    Klingt ja alles schlüssig und stimmig, daher denke ich mal, dass Du durchaus recht hast mit dem was Du schreibst. Dann danke für die Aufklärung...


    Ich bitte um Nachsicht, das ich aus Rücksicht auf den Umfang von Threads nicht jedes mal bei diesen Themen alles bis ins Kleinste mit den entsprechenden rechtlichen bzw. gesetzlichen Grundlagen belege, insbesondere dann, wenn User* sich realtiv einfach selbst die entsprechenden Informationen, z.B. beim BMVBS oder bei einschlägigen Ausrüstern (online) beschaffen kann.
    Es sollte sich in BOS-Kreisen, speziell bei "Selbstausrüstern" bzw. "durch-örtliche-Betriebe-Ausrüster" doch allgemein herumgesprochen haben, das eine Einzelgenehmigung (Abnahme) nach § 13 EG-FGV bzw. ein Einzelgutachten in Verbindung mit entsprechenden Ausnahmeregelungen bzw. Erlassen der Bundesländer, die Konformität des Fahrzeugs zu den einschlägigen Bestimmungen voraussetzt.
    Nicht alles, was rumfährt oder hier in der Datenbank bildlich vorhanden ist, fährt in dieser Hinsicht legal herum - die Gründe sind spekulativ - vielleicht hat der amtlich anerkannte Sachverständige (aaS) oder der Sachverständige der Überwachungsorganisation einfach etwas "übersehen".
    Wo kein Kläger, da kein Richter ... so ist das Leben.



    Und wenn ich nicht vorsichtig bin, was ist dann?

    Nicht mein Problem. :popcorn:

    Haben die Fotos eine derartige Tiefenschärfe, dass Du das wirklich unterschreiben kannst?
    Ich kann das von hier aus nicht beurteilen und meine Augen funktionieren bestens!
    Ich zeige mich immer wieder zutiefst erschrocken, wenn Leute mit gefährlichem Halbwissen derart auf offene Hose machen.
    Meine Eltern haben mich so erzogen, nur dann die Klappe aufzumachen, wenn ich wirklich Ahnung habe. Alles andere könnte im Nachhinein peinlich werden!


    Mal ganz langsam, Kollege. Bitte nicht in diesem Ton.


    Es ist dummerweise mein Job, mich mit diesen Sachen auszukennen.


    Konturmarkierung (als Gaps) ist grundsätzlich (Ausnahme Polizei in einigen Bundesländern) nur mit 50 mm -0+10 mm Breite nach ECE R 104 zulassungsfähig. Für die notwendige Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO von § 49a StVZO ist die EU-Zulassung der Konturmarkierung (und anderer reflektierender Applikationen im Rahmen der ECE R 104) zwingend erforderlich, auch in Bayern. Bei der Gestaltung der Markierung sind die Vorgaben der ECE R 104 ebenso zwingend einzuhalten.


    Die Bilder sind deutlich, die Abmessungen von dem Fahrzeug und den Gaps der unterschiedlichen Hersteller sind bekannt, der Rest ist trivial.


    Entweder ist keine korrekte "Abnahme" durch ein technisches Gutachten eines aaS erfolgt oder die Gaps sind (ohne Sinn und Verstand und der Kenntnis der einschlägigen Vorschriften) nachträglich angebracht worden, was faktisch die Installation einer unzulässigen Beleuchtungsanlage bedeutet.
    Im übrigen gilt, auch durch ein technisches Gutachten oder eine "Nichtbeanstandung" bei einer HU werden unzulässige Einrichtungen am Fahrzeug nicht legalisiert.


    Ich wäre also , wie gesagt, ganz ganz vorsichtig, was die Behauptung mit der "Abnahme" angeht.

    Wenn ein Fahrzeug (auch in Bayern) eine Sosi erhält, bekommt es nochmal eine Abnahme. Dementsprechend wird alles schon so seine Richtigkeit haben, wie Du es da siehst!


    Da wäre ich mir nicht so sicher!
    Die bei diesem Fahrzeug verwendete Reflexbeklebung (so wie es aussieht 90 x 30 mm) hat definitiv kein ECE-Prüfzeichen (ECE R-104) und ist somit auch nicht genehmigungsfähig oder abnahmefähig - also faktisch eine unzulässige Beleuchtungseinrichtung.

    Die Eintreffzeiten für den Rettungsdienst sind nunmal politisch so gewollt; ob sinnvoll umsetzbar, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Das Problem bei manchem HvO- oder FR-System ist die gezielte Ausnutzung unentgeltlichen ehrenamtlichen Engagements aufgrund organisatorischer und wirtschaftlicher Unzulänglichkeiten im Rettungsdienstbereich - und das ist die eigentliche Schweinerei.
    Wenn eine derartige "Ergänzung" notwendig sein sollte, dann sollen diese Leute nicht nur die Ausbildung und das notwendige Material bekommen, sondern auch die entsprechende Bezahlung. Aber das wird jetzt richtig OT ... :D


    Eine gute "Nachbarschaftshilfe" auch in Notfällen als "organisierte Erste Hilfe", o.k., wenn die Eintreffzeit nach Alarmierung nicht mehr als 3-5 Minuten beträgt.
    Da brauchst's dann auch kein Sondersignal.

    Hier seht ihr (Unter den Link) ein Innenschild für Sonnenblende mit "Feuerwehr Einsatz). Bei 0:48 Minuten kommt die zweite Version mit mit Flash- Licht. Es blinkt in LED ein rotes Licht außerdem noch. Ist das Rechtmäßig?


    Definitiv nein, da diese Konstruktion eine "Außenwirkung" hat. Grundsätzlich gilt, das an Kraftfahrzeugen nur Beleuchtungseinrichtungen angebracht sein dürfen, die entweder ausdrücklich vorgeschrieben oder ausdrücklich erlaubt sind. (StVZO §49a). Unzulässige Beleuchtungseinrichtungen, dazu zählen auch leuchtende oder blinkende Namenschilder in der Frontscheibe, beleuchtete Michelin-Männchen, Lichterketten mit Außenwirkung, usw., gelten als "erheblicher Mangel". Im Rahmen von polizeilichen Fahrzeugkontrollen werden grobe Verstöße in der Regel auch beanstandet.