Flughafen Berlin Brandenburg

  • dann hier mal eine Aufstellung was die alles verzapft haben. :-)) Ne im Ernst. Wenn man das liest brauch man sich erst mal nicht so schnell Gedanken um den Rettungsdienst zu machen.


    http://www.faz.net/aktuell/pol…aengelliste-12023659.html


    Du meinst weil er in den kommenden Jahren sowieso nicht in Betrieb geht? ist ja schon ne tolle Sache, dass sie immerhin die Landebahn nicht vergessen haben. Wo kein Betrieb ist, braucht man freilich auch keine Flughafenrettung. Hat man da eigentlich schon Fahrzeuge für den Flughafen beschafft?

  • Es ist ja schon von Anfang an geplant gewesen dass die Flughäfen Schönefeld und Tegel dicht machen wenn der neue fertig ist.
    Von daher würde ich mal vermuten dass keine Fahrzeuge extra angeschafft werden/wurden, sondern dass einfach die vorhanden Fahrzeuge nach Plan ersetzt werden und hoffe das so keine Kosten extra entstehen.

  • Hallo,



    Es ist ja schon von Anfang an geplant gewesen dass die Flughäfen Schönefeld und Tegel dicht machen wenn der neue fertig ist.
    Von daher würde ich mal vermuten dass keine Fahrzeuge extra angeschafft werden/wurden, sondern dass einfach die vorhanden Fahrzeuge nach Plan ersetzt werden und hoffe das so keine Kosten extra entstehen.


    Nun es gibt doch sowohl in Tegel als auch in Schönefeld eine funktioniernde Flughafenfeuerwehr und auch BPol-Inspektionen. Die ziehen einfach mit ihren Fahrzeugen um und gut ist es. ;)
    Fand bis jetzt kein Rettungsdienst an den Standorten Tegel und Schönefeld statt? Mußten den nicht an den Flughäfen stationierte stemmen?

  • Doch dort wird der Rettungsdienst von der Flughafenfeuerwehr durchgeführt, man sieht die Fahrzeuge ja in der Datenbank.


    Die Probleme am neuen werden aber, 1. es gibt wohl nur einen Sanitätsraum auf der Feuerwache 2. die Flughafengesellschaft stellt keinen Arzt ein, der Patienten mit leichten Verletzungen vor Ort behandeln kann und das 3. und wohl größte, der Flughafen liegt nichtmehr in Berlin, sondern in Brandenburg im Landkreis Dahme-Spree.
    Deswegen muss da geklärt werden ob eben die Flughafen RTW die Patienten transportieren dürfen oder ob jedes mal ein RTW vom öffentlichen Rettungsdienst anrücken muss. Wenn ein Arzt benötigt wird muss auch immer der Notarzt anrücken. Wenn eben jedes mal der öffentliche RD ran muss, wird das die nächstgelegene Rettungswache, die sowieso schon für 20.000 Einwohner nur einen RTW und ein NEF hat, vollkommen überlastet.


    Ich interpretier jetzt mal die im Beitrag getroffene Aussage vom ÄLRD des Landkreises mit meinen Worten. "Wir würden da schon extra RTW und NEF für abstellen, aber wir wollen dass Berlin sich an den entstehenden Kosten beteiligt." Berlin sagt aber "Das ding steht nicht in Berlin, sondern bei euch im Landkreis, also seid ihr gesetzlich dafür verantwortlich den Rettungsdienst zu unterhalten und uns ist es sch*** egal wie ihr das macht."
    Gibt es jemanden der die Interpretation genauso sieht oder bin ich da der einzige?

  • Es ist ja schon von Anfang an geplant gewesen dass die Flughäfen Schönefeld und Tegel dicht machen wenn der neue fertig ist.


    So nicht ganz richtig. Der alte SXF soll nach der BER Eröffnung zum Regierungsflughafen umgebaut werden, der muss nämlich auch irgendwo hin. Bedeutet dann auch militärisches Sperrgebiet im Norden des ProblemBERs.


    Zur ganzen RTW-Kostenproblematik etc.. Es ist derzeit vom LK schlicht nicht gewollt, dass die Flughafenfeuerwehr selbst transportiert. Also müssen sie selbst ran. In meinen Augen selbstgewähltes (unnötiges) Leid.

  • Hallo,



    Ich interpretier jetzt mal die im Beitrag getroffene Aussage vom ÄLRD des Landkreises mit meinen Worten. "Wir würden da schon extra RTW und NEF für abstellen, aber wir wollen dass Berlin sich an den entstehenden Kosten beteiligt." Berlin sagt aber "Das ding steht nicht in Berlin, sondern bei euch im Landkreis, also seid ihr gesetzlich dafür verantwortlich den Rettungsdienst zu unterhalten und uns ist es sch*** egal wie ihr das macht."


    Was hat auch Berlin damit zu tun, wie Brandenburg den RD durchführt?


    Und ich möchte ja wetten - wenn Berlin sagen würde "na gut, dann gehört BER eben RD-mässig zu Berlin und die Berliner Feuerwehr macht das", dann ist das den Hanseln im Kreis Dahme-Spreewald ganz sicher auch nicht recht....


  • Gibt es jemanden der die Interpretation genauso sieht oder bin ich da der einzige?


    Nö, bist Du nicht [vain]


    Es ist ja nicht erst seit gestern so, dass sich Bund, Länder und Kreise immer wieder gerne die Verantwortung zuschieben, wenn es um Finanzierungen o.ä. geht. Auf der einen Seite sagt der LK mehr oder weniger, dass die Versorgung Lücken hat, will aber den Rettungsdienst der WF nicht eigenverantwortlich arbeiten lassen. Geht es dann aber um eine Erhöhung der eigenen Vorhaltung möchte man, dass andere die Kosten mittragen. Eine erstaunliche Doppelmoral zugunsten des eigenen Status.


    Und wie Rescue M schon sagte...wenn jetzt die BF Berlin um die Ecke käme und die Versorgung übernehmen wollte, wäre beim LK richtig mieses Wetter angesagt.

  • Man sollte alle Entscheidungsträger von BER zu einer Fortbildungsveranstaltung am Flughafen Frankfurt verpflichten. Das Flughafengelände liegt sowohl im Stadtgebiet Frankfurt als auch in den benachbarten Landkreisen Groß-Gerau und Offenbach. Dennoch gab und gibt es hier keinerlei Differenzen über die rettungsdienstliche Versorgung. Ganz im Gegenteil, bei Engpässen unterstützen die Rettungsmittel des Flughafens regelmäßig den öffentlichen RD. Vielleicht gibt es in Sachen BER doch noch zu viel DDR-Denken...

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  • Zur ganzen RTW-Kostenproblematik etc.. Es ist derzeit vom LK schlicht nicht gewollt, dass die Flughafenfeuerwehr selbst transportiert. Also müssen sie selbst ran. In meinen Augen selbstgewähltes (unnötiges) Leid.


    Da hat der Landkreis gar keine Schuld dran, das gibt das Landesrettungsdienstgesetz einfach nicht her.

  • Naja, ich würde mich mal nicht so über die fehlenden medizinischen Einrichtungen aufregen. Klar sind diese unabdingbar, wie man an anderen Großflughäfen sieht. Allerdings - wenn der BER überhaupt in Betrieb geht - werden die Planer/Geschäftsführer oder wer auch immer schon noch merken, dass das kein Zustand ist. Und dann wird das mit den Differenzen zwischen Flughafen, Land, den anliegenden Rettungswachen und der Flughafenfeuerwehr bestimmt ganz flott gehen. ;)

  • Na es steht ja der Flughafenfeuerwehr frei, sich bei der nächsten Vergabe zu bewerben (Falck hat es ja in Spree-Neiße auch so gemacht). Nur allein "mal so eben den Flughafen RTW als Teil des öffentlichen RD zu gestalten, weil es der LK/die Flughafenfeuerwehr gern so hätte..." geht eben nicht, denn dem steht dieses entgegen: http://www.anwalt24.de/beitrae…-rettungsdienstleistungen
    Beachten: Rettungsdienst Brandenburg - Submissionsmodell - rettungsdienstliche "Hardware" inkl. Einsatzabrechnung gehört dem Landkreis.


    Dazu sind im Landkreis Dahme-Spreewald 2010 oder 2011 alle Rettungswachen via Gutachten geprüft und ggfs. neu geplant worden, ich könnte mir also durchaus vorstellen, daß zusätzliche Fahrzeuge am Protest der Krankenkassen scheitern werden.
    Weiterhin (und jetzt Hörensagen von der WF SXF) ist es wohl vorgeschrieben, daß der Flughafen SXF permanent einen RTW auf dem Platz zu haben hat, da sonst der Flugbetrieb einzustellen ist. Soweit ich weiß, wird dies auch so umgesetzt. Hier müsste man sich aber mal in das Luftrecht im Land Brandenburg einlesen, ob dem wirklich so ist.

  • Öffentlicher Rettungsdienst für öffentliches Gelände, soweit gehe ich mit. Das Flughafengelände ist aber Privatgelände, wenn auch zum Teil öffentlich zugänglich.


    Wie läuft das denn z.B. bei Vattenfall im Spree-Neiße Kreis ab? Hat sich die dortige WF um ihren Beritt bezüglich des Rettungsdienstes beworben, schließlich transportieren die dort meiner Kenntnis nach auch? Ehrlich gesagt ist das sehr schwer vorstellbar.


    Dass der Flugbetrieb etwas mit einer RTW-Vorhaltung zu tun hat wäre mir neu. Zumal der bisherige RTW (immerhin nur ein First Responder) auf SXF aus dem Gebäudelöschzug heraus besetzt wurde, da gab/gibt es keine separaten Stellen für. Und als First Responder muss kein RTW fahren, da tut es auch ein HTLF.

  • Na es steht ja der Flughafenfeuerwehr frei, sich bei der nächsten Vergabe zu bewerben

    Mal ganz ehrlich, warum sollten sie das machen? Die wollen ja nicht am öffentlichen Rettungsdienst
    teilnehmen, sondern im Zweifel die Patienten, die auf dem Firmengelände "angefallen" sind, zur Be-
    handlung ins nächste Krankenhaus fahren.


    Dürfen sie das nicht, dann ist spätestens bei Eröffnung des Flughafen die rettungsdienstliche Versor-
    gung des ganzen Kreises nicht mehr sichergestellt. Von daher denke ich auch, dass der Kreis LOS
    ganz schnell eine Sonderregelung sich einfallen lassen wird.


    Alles andere wäre in meinen Augen grob fahrlässig und einem Organisationsverschulden gleichzu-
    setzen. Aber da die Eröffnung ja noch einige Zeit auf sich warten lassen wird, hat man ja noch viel
    Zeit sich etwas zu überlegen ...


    :-))

  • Es hat ja keiner behauptet, daß die SXF WF sich bei der nächsten Ausschreibung bewerben soll. Ich wollte damit nur den von Timbo benannten § 10 des Brandenburgischen Rettungsdienstgesetz kommentieren. Denn der § 10 bezieht sich eben auf eine Beteiligung Dritter oder Privater im öffentlichen Rettungsdienst. Hier wird sich aber auf einen Betrieb des öffentlichen Rettungsdienst im Rahmen von Vergabeverfahren bezogen, nicht auf die Integration "privater" Fahrzeuge in den Rettungsdienst.
    Und selbst wenn die SXF WF sich an einer Ausschreibung des RD beteiligen sollte, und vielleicht diese auch gewinnen würde, der Flughafen RTW wird trotzdem nie offiziell transportieren, geschweige denn diesen Transport abrechnen dürfen, da er eben nicht Teil des öffentlichen Rettungsdienst ist. Das sieht in Berlin z.B. wieder ganz anders aus...


    In Spree - Neiße stellt sich die Sache noch ein wenig anders dar. Hier wurde erstmals im jahr 2005 eine Ausschreibung des Rettungsdienst vollzogen, Vattenfall fuhr aber vorher schon Rettungseinsätze, wenn kein RTW des öffentlichen Rettungsdienst verfügbar war. Die genauen Umstände sind mir nicht bekannt, ich geh aber davon aus, daß man sich da in irgendeiner Form vertraglich geeinigt hatte, im Rahmen eines gegenseitigen Engagements. Das Problem oder Glück für die Vattenfall WF ist ja, daß man nicht soviel Einsätze im Werksbereich hat, so daß man sich mit der Durchführung von Einsätzen außerhalb auch ein wenig "fit" hält. Inwiefern diese Einsätze durch den Landkreis abgerechnet werden, weiß ich aber nicht. Das lässt sich aber rauskriegen.


    Im Oberspreewald-Lausitz Kreis stellte sich seinerzeit die ganze Sache widerum anders dar: Hier wurde es der BASF Werkfeuerwehr Schwarzheide ausdrücklich untersagt, Rettungseinsätze außerhalb des Wekgeländes zu fahren bzw. Patienten zu transportieren. Lediglich als First Responder durften die aus dem Werk rausfahren. Ich weiß gar nicht, ob die da übergaupt noch einen RTW vorhalten...


    Es gibt also verschiedene Ansätze, wie man mit der Geschichte umgeht, aber unterm Strich ist es eher nicht möglich, den SXF RTW als Teil des öffentlichen Rettungsdienstes Transporte durchführen und abrechnen zu lassen. (Was man ohne Abrechnung/Privatrechnung womöglich transportiert, steht auf einem anderen Blatt... :whistling: )

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