• Man kann es auch anders rechnen:


    87 FFen...
    - abzüglich 2 TH-Wehren
    - abzüglich Neuwerk
    - abzüglich 52 KatS auf Atego (eines halt beschädigt)
    - abzüglich 6 niedrigen Häusern (SCHNL und OLDF mal mit eingerichtet)
    - abzüglich 2 Drittalarmwehren


    ...macht 24 nötige KatS-LF


    REITB wieder mit eingerechnet: 25 KatS-LF.

  • Ein Unwissender fragt sich da, wofür Hamburg so eine imense Anzahl an 87 freiwilligen Feuerwehren braucht. Kann mir das jemand mal näher bringen?


    Das ist jetzt nicht bös gemeint! Ich kann mir nur nicht vorstellen, wieso man auf solch einer recht kleinen Fläche wie Hamburg neben der schn recht großen BF noch 87 freiwillige Wehren braucht.

  • Hi,


    als Nichthamburger und Nichtfeuerwehrmann mal ein paar Gedanken dazu:
    die Städte Hamburg und Köln im Vergleich nach Wikipedia-Daten für Fläche und Einwohnerzahlen
    Hamburg: 775 km², 1.778.336 Einwohner, 2.351 Einwohner/km², 87 FF´en
    Köln: 405 km², 998.000 Einwohner, 2.463 Einwohner/km², 24 FFén + 2 Sondergruppen


    Beeinflussend größere Fläche, Gefährdungspotential durch Hafen, Industrieanlagen, Flughafen innerstädtisch, hohe touristische Zahlen etc. Dann erscheint es so, dass die Fahrzeuganzahl im Durchschnitt in Hamburg kleiner ist als z.B. in Köln (HH: viele FF´en mit 2 Fahrzeugen).
    Wenn man das dann zusammen auf sich wirken lässt, ist die Zahl vllt. gar nicht mehr so hoch und durchaus vergleichbar mit anderen Städten (wenn auch auf hohem Niveau).

  • Zitat

    Ein Unwissender fragt sich da, wofür Hamburg so eine imense Anzahl an 87 freiwilligen Feuerwehren braucht. Kann mir das jemand mal näher bringen?


    Das ist jetzt nicht bös gemeint! Ich kann mir nur nicht vorstellen, wieso man auf solch einer recht kleinen Fläche wie Hamburg neben der schn recht großen BF noch 87 freiwillige Wehren braucht.

    Also bis 1986 hatten wir noch 96 FF´en in Hamburg-


    es wurde dann schrittweise zusammengelegt und aufgelöst bis man auf die jetzt 87 Freiwilligen Feuerwehren gekommen ist.


    Bis auf 4 Wehren die nur mit Sonderaufgaben (2x THL, 2x FM) betreut sind haben alle anderen 83 Wehren ein eigenes Einsatzrevier wo Sie in der 1. Alarmfolge fahren, teilweise Erstversorgung leisten und zudem noch diverse Sonderaufgaben (AC-Dienst, FM, Wasserversorgung) zu erfüllen haben.


    2009 sind die 87 Wehren zusammen 7949 Einsätze gefahren- also statistisch jede Wehr über 91 Einsätze!


    Die Wehr mit den meisten Einsätzen ist 274 Einsätze (172 Feuer, 102 Technische Hilfeleistungen) gefahren, die mit den wenigsten 14 Einsätze (3 Feuer und 11 Hilfeleistungen, ist eine Wehr nur mit Sonderaufgaben.)


    Denke mal das diese Zahlen für sich sprechen und eine Berechtigung dafür sind das Hamburg "sich den Luxus gönnt" 87 Freiwilligen Feuerwehren mit 2.595, davon 180 weiblichen Mitgliedern zu unterhalten.


    Und wenn ich auf das Beispiel Köln schaue sehe ich dort 26 Freiwillige Feuerwehren mit ca. 710 Mitgliedern, die im Jahr 2008 960 Einsätze gefahren sind, was gerade mal eine Durchnittszahl von 36 Alarmen pro FF bedeutet.


    Du siehst also das die Anzahl der FF´en in Hamburg durchaus berechtigt ist, würde man z.B. einige Wehren auflösen (war mal durch Strukturanalysen ins Gespräch gebracht worden...) würde sich für andere die Belastung deutlich erhöhen und gerade in den Randgebieten würde sich die Hilfsfrist erhöhen.

  • Gutes Beispiel mit Köln! Hatte garnicht daran gedacht, daß mal Gegenzurechnen.



    Wenn man sich aber nur die Zahlen anschaut, kann man auch auf den Gedanken kommen, daß die BF Hamburg überlastet ist und die FF einspringen muß. Ok, jetzt müßte man hier wie dort jeweils die Einsätze im Rahmen des KatS rausrechnen, um auf ein belastbare Zahl zu kommen.


    Ich mag da aber durchaus ein wenig voreingenommen und pro Hauptamt sein. Ich seh da nur nen riesen Kostenfaktor bzw. Luxus, der doch durch eine effektiver aufgestellte BF verringert werden könnte. Da gabs doch mal irgendwo so eine schöne Rechnung, wieviele FF-Männlein benötigt würden, um ein BF-Männlein zu erseten - ich glaube 1,8 warens.


    Aber ich will hier auf keine Diskussion ala "dummes" Ehrenamt und "supidupi" Hauptamt vom Zaun reißen. Jeder hat irgendwo seine Berechtigung. Nur geht das vielleicht nicht besser?


  • Ich mag da aber durchaus ein wenig voreingenommen und pro Hauptamt sein. Ich seh da nur nen riesen Kostenfaktor bzw. Luxus, der doch durch eine effektiver aufgestellte BF verringert werden könnte. Da gabs doch mal irgendwo so eine schöne Rechnung, wieviele FF-Männlein benötigt würden, um ein BF-Männlein zu erseten - ich glaube 1,8 warens.


    Aber ich will hier auf keine Diskussion ala "dummes" Ehrenamt und "supidupi" Hauptamt vom Zaun reißen. Jeder hat irgendwo seine Berechtigung. Nur geht das vielleicht nicht besser?

    Eine solche Rechnung ist aber relativ gefährlich, zumindest wenn ich so vereinfacht für Hamburg rechne:


    - Anfang hypothetischer Bereich -


    Gesamthaushalt Fw. Hamburg € 170 Millionen


    abzgl. € 100 Millionen für den RD, Kampfmittelräumdienst usw.


    abzgl. € 12 Millionen Haushalt der FF


    bleiben für den Einsatzdienst Brandschutz / TH € 58 Millionen


    wenn ich jetzt den Haushalt der FF verdoppele (die 1,8 aufgerundet) und nochmals zwölf Millionen für den Unterhalt der bisher nicht bei der FF HH vorgehaltenen Technik dazurechne sind wir bei € 36 Millionen (und bei diesen 36 Millionen ist zu bedenken das die Anzahl der momentan bei den FFen vorgehaltenen LF nicht erhöht werden müsste und die Kosten bereits in den ersten 12 Millionen enthalten ist) und plötzlich ist das Hauptamt Luxus.


    Trotz dieser Rechnung würde keiner auf die Idee kommen die BF zu verkleinern oder gar abzuschaffen, und die meisten User hier im Forum gehen mit mir sicher konform das jede Planstelle mehr eine gute Planstelle ist.


    Bitte berichtigt mich, falls ich bei dieser hypothetischen Rechnung irgendwas nicht bedacht habe (oder die geschätzten 100 Millionen RD, KRD… aus Eurer Sicht falsch sind), aber sind die Begriffe „Kostenfaktor“ oder gar „Luxus“ im Bevölkerungsschutz in vielen (nicht allen) Fällen nicht fehl am Platz? Sollten wir nicht eher über jeden Cent den uns die Politik noch zugesteht froh sein soweit dieser sinvoll eingesetzt wird (egal ob ehren- oder hauptamtlich)?


    - Ende hypothetischer Bereich - zurück zum Thema Fahrzeuge


    Außerdem müsst Ihr bedenken das die Feuerwehr Hamburg (BF und besonders FF) einer der wichtigsten Mitwirkenden des Hamburger KatS. ist. Außer der Deichwacht, der (Bereitschafts-)Polizei und einigen Mitarbeitern der Fachbehörden, Bezirksämter und der Stadtreinigung/Stadtentwässerung gibt es nicht wirklich viel Landeseigenes. Etwas organisationseigenes Material/Personal der Hilfsorganisationen noch für das vom Land Zuschüsse gezahlt werden und dann war es das. Und selbst bei der Bereitschaftspolizei ist der größte Teil der Technik/Fahrzeuge ja vom Bund gestellt. Auch dadurch relativieren sich 139 kommunale Löschfahrzeuge der FF. Gefahrenpotential haben wir jedenfalls genug, ich denke da nur an unsere 103 Kilometer Hochwasserschutzlinie (davon alleine 80 Kilometer Deiche)

  • Man kann vielleicht trefflich darüber streiten, ob die Wahl der Hamburger FF Fahrzeuge immer die richtige ist, oder ob die eine oder andere FF mit einer kleineren Typenklasse nicht genau so gut beliefert währe.


    Ich denke aber, dass der taktische Gleichwert und die Vereinheitlichung des Fuhrparks ein wesentlicher Vorteil sind. Fahrzeuge können problemlos umgesetzt werden (abgesehen von der Bauhöhe :kichern:), Einsatzkräfte finden sich am fremden Gerät sofort zurecht, es gibt keine Neid- und Mißgunstdiskussionen und Einsatzaufträge können zumindest von den technischen Vorraussetzung gesehen, mit größtmöglicher Effizienz abgearbeitet werden.


    Wehren zu schließen oder "zusammenzulegen" ist der größte Unfug, weil wir uns langfristig strategischer Reserven berauben. Der DFV hat jedes Jahr sinkende Mitgliedszahlen zu beklagen, seit mehr als 15 Jahren!
    Wenn wir Feuerwehren jetzt noch selber anfangen, uns die Streichkonzerte schönzureden, bleiben für Großschadenslagen und Katstrophen irgendwann nicht mehr genügend Leute, die auch mal überörtlich eingesetzt werden können.


    Hamburg geht den richtigen Weg und setzt konsequent auf einheitliches Gerät, was ja nicht zuletzt auch einen positiven Effekt auf die Mitarbeitermotivation (FF) hat. Längst überfällig ist dieser Schritt bei der BF und es ist schwer nachzuvollziehen, warum man hier nicht gleichzeitig den Fuhrpark erneuert hat.

  • Ich finds als außenstehender gut, dass in Hamburg so auf die FF und BF gesetzt wird. Zeugt doch von Vertrauen.


    Für die Statistiker einen Vergleich im Jahre 2009:
    Berlin - aktuell 57 FF.
    Gesamtstärke: ca. 1400
    Reine FF Einsätze (inkl. RD + FR): ca. 37.300
    zzgl. Einsätze wo FF und BF vor Ort waren: ca. 25.800


    Die FF's mit den meisten Einsätzen liegen bei ca. 500 - 600 (nur LHF, keine RTW-Alarme, die kommen da noch hinzu). Weniger Einsätze haben die 01er Wehren (bei euch dieAuffüller). Die liegen ca. zwischen 20 - 200.

  • Ich komm mal wieder auf das ursprüngliche Thema "LF KatS" zurück.


    Nicht alle Wehren mit einem LF 16-TS oder LF 16-TH werden am Donnerstag ein neues LF KatS beim BBK in Empfang nehmen. Es wird mindestens drei Wehren geben, die auch in dieser Reihe kein LF KatS erhalten, dafür wird aber eine Sonderkomponentenwehr eines der neuen LF erhalten.


    Es bleibt also spannend...

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